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Billionaires Insights

Vermögen der Superreichen wachsen kräftig

Der Club der Milliardäre ist einer Studie zufolge im vergangenen Jahr größer und reicher geworden. Und erstmals gibt es in Asien mehr Superreiche als in den USA.

Reiseziel Malta (picture-alliance/dpa/J.Effner)

Der Yachthafen von Valetta auf Malta

Für die Superreichen dieser Welt war 2016 ein gutes Jahr. Der Wert ihrer Vermögen stieg um 17 Prozent auf den Rekordwert von sechs Billionen Dollar - unter anderem dank steigender Preise für Aktien, Immobilien und Rohstoffe. 

Das geht aus einer Untersuchung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC und der Schweizer Großbank UBS hervor.

Allerdings wurden für den Bericht "Billionaires Insights" nicht alle Superreichen in allen Ländern berücksichtigt, nur die in den USA sowie ausgewählten Ländern Europas und Asiens. Den Angaben zufolge werden dadurch rund 80 Prozent des weltweiten Milliardärsvermögens abgedeckt.

Die Analysten von PwC und UBS zählten 1542 Menschen, die Ende des vergangenen Jahres über ein Vermögen von umgerechnet mindestens einer Milliarde US-Dollar verfügten. Die Zahl der Milliardäre war demnach um zehn Prozent höher als im Vorjahr.

Laut dem Bericht gab es erstmals mehr Milliardäre in Asien (637) als in den USA (563). In Europa wurden 342 Milliardäre gezählt.

Starker Zuwachs in Asien

In Asien war die Entwicklung besonders dynamisch, die Zahl der Superreichen stieg um fast ein Viertel, während sie in den USA nur leicht und in Europa fast gar nicht zulegte.

"Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, dürfte Asien innerhalb der kommenden vier Jahre auch beim Gesamtvermögen an den USA vorbeiziehen", sagte Markus Hammer, Partner bei PwC Deutschland. Noch konzentriert sich fast die Hälfte des Vermögens aller Superreichen in den USA.

Die meisten asiatischen Milliardäre kommen aus China (318) und Indien (100). Die europäischen Superreichen leben vor allem in Deutschland (117), mit deutlichem Abstand folgen Großbritannien (55), Italien (42), Frankreich (39) und die Schweiz (35).

Die Dollar-Milliardäre besitzen Firmen oder sind an ihnen beteiligt, die laut Studie mindestens 27,7 Millionen Menschen weltweit beschäftigen. Berücksichtigt wurden den Angaben zufolge das Gesamtvermögen einschließlich Immobilien und Kunstobjekten.

Es gibt zahlreiche Untersuchungen über die Reichen dieser Welt, darunter die berühmte Liste des US-Magazins Forbes. Weil sich die verschiedenen Studien allerdings in Methodik und Datenbasis unterscheiden, sind die Ergebnisse schwer vergleichbar, das Bild bleibt unvollständig.

So zählte das chinesische Wirtschaftsmagazin Hurun im Oktober 647 Dollar-Milliardäre allein in China - mehr als doppelt so viele wie im Bericht von PwC und UBS. Dort wiederum blieben die durchaus vorhandenen Milliardäre aus Lateinamerika, Afrika und Australien unberücksichtigt.

bea/ul (dpa, PwC & UBS)