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Wirtschaft

Verluste dank schlechter Unternehmensnachrichten

Die deutschen Aktien haben tief im Minus geschlossen. Die Aktie der Deutschen Telekom und der Preussag mussten beispielsweise hohe Verluste hinnehmen. Einzig die Automobiltitel hatten leichte Gewinne zu verzeichnen.

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Der Deutsche Aktienindex DAX verlor 65 Punkte oder 1,3 Prozent auf 4.919 Zähler, am Neuen Markt gab der Nemax 50 Index knapp 15 Zähler oder 1,8 Prozent auf 820 Punkte ab.

Tief im Minus die Aktie der Deutschen Telekom, die am Morgen Quartalszahlen vorgelegt hatte. Der Nettoverlust von 1,8 Milliarden Euro im 1. Quartal war enttäuschend, sagten Analysten, der Verlust hat sich gegenüber dem 1. Quartal des Vorjahres verfünffacht, die Aktie gab 4,9 Prozent ab.

Verlierer waren auch Preussag: Der drittgrößte europäische Reiseveranstalter MyTravel, vormals AirTours, hat seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr gesenkt und damit die Aktien fast aller europäischen Reiseunternehmen unter Druck gesetzt. Die Aktie des deutschen Touristikkonzern Preussag verlor 6,7 Prozent. SAP haben nach Kursverlusten des US-Konkurrenten PeopleSoft deutlich nachgegeben. Bei PeopleSoft hatten einerseits Ermittlungen der US-Börsenaufsicht SEC und andererseits pessimistische Äußerungen zur künftigen Nachfrageentwicklung auf die Kurse gedrückt. Außerdem hat Goldman Sachs die Gewinnerwartung für SAP für 2002 und 2003 gesenkt, SAP verloren 7,4 Prozent. Die Hypovereinsbank hat einen Gewinnrückgang um 42 Prozent im 1. Quartal gemeldet, von 770 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 468 Millionen Euro, die Aktie verlor drei Prozent. Auch die üblichen Verdächtigen waren wieder im Minus: Siemens verloren 2,2, Epcos 3,3 und Infineon 3,7 Prozent.

Lichtblicke nur bei den Automobiltiteln, die sich etwas gegen den Trend stemmten: VW gewannen glatte vier Prozent, DaimlerChrysler wurden dadurch mitgezogen und stiegen um 2,5 Prozent. Am Morgen hatte die Credit Suisse First Boston die Aktie von VW von "Halten" auf "Kaufen" heraufgestuft. Lehman Brothers hatten ihr Kursziel von 50 auf 62 Euro erhöht.

Am Rentenmarkt stieg der REX um 0,20 Prozent auf 111,46 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,25 Prozent auf 105,60 Punkte. Die Umlaufrendite wurde bei 5,04 (Dienstag 5,1) Prozent festgestellt.

Der Kurs des Euro ist am Mittwoch weiter gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 0,9260 (Dienstag: 0,9213) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0799 (1,0854) Euro und damit so wenig wie seit September 2001 nicht mehr.

Die Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte, diese wie auch alle anderen Angaben wie immer ohne Gewähr:

DAX-Werte Kurs Veränderung

adidas-Salomon 87,50 (- 1,45)

Allianz 247,26 (- 4,89)

BASF 48,25 (- 0,48)

Bayer 35,40 (- 0,30)

HypoVereinsbank 38,60 (- 1,12)

BMW 47,25 (- 0,24)

Commerzbank 19,35 (- 0,16)

DaimlerChrysler 54,65 (+ 1,34)

Degussa 35,94 (+ 0,11)

Deutsche Bank 76,95 (- 0,75)

Deutsche Post 15,36 (- 0,18)

Deutsche Telekom 12,45 (- 0,64)

E.ON AG 56,55 (- 0,03)

EPCOS 43,61 (- 1,49)

Fresenius Med. Care 62,50 (+ 0,70)

Henkel 77,20 (+ 0,80)

Infineon Techno 18,39 (- 0,71)

Linde 54,84 (+ 1,39)

Lufthansa 15,95 (- 0,65)

MAN 25,44 (- 0,21)

Metro 38,80 (+ 1,57)

MLP 49,06 (+ 1,76)

Münchener Rück 257,69 (- 4,81)

Preussag 28,66 (- 2,07)

RWE 40,75 (- 0,06)

SAP 113,21 (- 9,04)

Schering 65,98 (- 0,11)

Siemens 69,25 (- 1,55)

ThyssenKrupp 17,38 (- 0,07)

VW 58,99 (+ 2,27)

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der Europäischen Zentralbank:

Ein Euro kostete am Mittwoch:

0,9260 US-Dollar oder

0,6340 britische Pfund oder

1, 45 26 schweizer Franken oder

115, 15 japanische Yen

... und das 1. Goldfixing in London 318 Dollar und 25 Cent.