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Wirtschaft

Verluste bei minimalen Umsätzen

Verluste bei minimalen Umsätzen kennzeichnen den Wochenauftakt am Frankfurter Aktienmarkt. Fünf Unternehmen, die im DAX vertreten sind, werden im Lauf der Woche ihre Geschäftszahlen vorlegen.

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Insbesondere die institutionellen Anleger hielten sich zurück, da das derzeitige Kursniveau 'zu tief zum Verkaufen und zu hoch zum Kaufen' sei. Der Deutsche Aktienindex DAX verlor bis zum Mittag (12:30 Uhr) 1,1 Prozent auf 5040 Punkte. Am Neuen Markt fiel der Nemax-50-Index um 1,2 Prozent auf 1039 Zähler.

Am Markt kursieren Gerüchte, dass DaimlerChrysler weniger Dividende zahlen wird. Das Unternehmen wollte sich dazu bisher nicht äußern. Die Aktie schwankt seitdem um den Nullpunkt.

Kräftige Abschläge gab es für die Aktie der Deutschen Telekom. Sie verlor fast drei Prozent, nachdem das Bundeskartellamt am Wochenende seine Bedenken gegen den geplanten Verkauf des TV-Kabelnetzes an Liberty Media bekräftigt hatte. Die Wettbewerbshüter hatten dem US-Konzern allerdings weiterhin die Möglichkeit für Verbesserungsvorschläge eingeräumt. Das Geschäft hätte ein Volumen von 5,5 Milliarden Euro.

Viele Marktteilnehmer warten mit Spannung auf die Bekanntgabe der Geschäftzahlen der Commerzbank. Optimistische Analysten rechnen mit
einem geringen Jahresgewinn, weniger optimistische mit einem Verlust. Zudem vermuten Experten, dass die Dividende gekürzt werden könnte. Die Aktie gab bisher knapp ein Prozent ab.

Die Deutsche Bank leidet immer noch unter dem Gewinneinbruch, den sie letzte Woche bekanntgeben mußte. Die Aktie der Deutschen Bank verlor über zwei Prozent.

Größter Verlierer ist das Papier von Preussag mit einem Minus von fast vier Prozent. Händler begründeten dies mit Gewinnmitnahmen, denn Preus sag-Aktien haben seit Jahresbeginn knapp 23 Prozent zugelegt. Angesichts der geringen Handelsumsätze solle die Tiefe des
Kursrutsches aber nicht überinterpretiert werden, sagte ein Börsianer.

Unter den wenigen Gewinnern im DAX sind die Papiere des Medizintechnik-Unternehmens Fresenius. Die Aktie legte ein Prozent zu. Händler nannten positive Kommentare der Investmentbank Goldman Sachs als Grund für den Kursaufschlag. 'In einem so schwachen
Marktumfeld wirkt es immer Wunder, wenn Goldman Sachs sich wohlwollend zu einem Wert äußert', sagte ein Händler in Frankfurt. Die Analysen des US-Investmenthaus hätten 'großes Gewicht' am Markt.

Auch die Aktie des Finanzdienstleisters MLP gehört bisher zu den Gewinnern mit einem leichten Plus von fast einem Prozent. Ein Händler sagte, dass eine Erholung bei MLP "mehr als überfällig" gewesen sei. Das Papier hatte vor und nach Bekanntgabe der vorläufigen Jahresbilanz am vergangenen Donnerstag deutlich verloren.

An der japanischen Leitbörse in Tokio mußte der Nikkei-Index einen kräftigen Abschlag von 1,6 Prozent auf 9632 Punkte hinnehmen. Händlern zufolge war vor allem ein starker Druck auf Technologie-Titel für die Verluste verantwortlich.

Der Euro notiert gegen Mittag bei 0,8637 US-Dollar.

  • Datum 04.02.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1p3d
  • Datum 04.02.2002
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