1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Champions League

Verlieren für BVB und Leipzig verboten

Der BVB steht vor dem dritten Champions-League-Gruppenspiel bei Außenseiter APOEL Nikosia mit dem Rücken zur Wand und braucht einen Sieg. Gleiches gilt für Leipzig, das gegen Porto und dessen Rekordspieler antritt.

Kommt nach dem Rückschlag in der Bundesliga für Borussia Dortmund die Trendwende in der Champions League? Nur drei Tage nach der 2:3-Niederlage gegen RB Leipzig will sich der BVB den Frust von der Seele schießen. Ein Sieg bei APOEL Nikosia am Dienstag (20.45 Uhr MESZ, ab 20.30 Uhr im DW-Liveticker) soll verhindern, dass im europäischen Wettbewerb nicht schon zur Halbzeit der Gruppenphase das Ende feststeht. Zwei Niederlagen gegen Tottenham und Real Madrid bescherten den bisher schlechtesten Start in den Wettbewerb. Julian Weigl sehnt das erste Erfolgserlebnis herbei: "Ziel ist es, auch in der Königsklasse in die Spur zu kommen. Auch wenn wir wissen, dass es schwierig wird."

Zwei Siege in den kommenden beiden Gruppenspielen gegen das bisher ebenfalls erfolglose Schlusslicht aus Zypern sind Pflicht, um noch in den Kampf um einen der ersten beiden Plätze in der Gruppe H eingreifen zu können. "Wir fahren als Favorit dort hin und müssen dem gerecht werden", sagte Sportdirektor Michael Zorc vor dem Abflug auf die Mittelmeerinsel. Ähnlich sieht es Abwehrspieler Ömer Toprak: "Wir wissen, dass wir in diesen beiden Spielen sechs Punkte holen müssen. Wenn wir unseren Fußball spielen, sollte das gelingen."

Doch in fremden Stadien tat sich der BVB in der Königsklasse zuletzt schwer. Den letzten Sieg gab es am dritten Gruppen-Spieltag der vorigen Saison, als ein 2:1-Erfolg bei Sporting Lissabon gelang. Trotzdem geht der Bundesliga-Tabellenführer als klarer Favorit in das Duell der bisher Sieglosen. Trainer Peter Bosz muss zwar weiterhin in der Viererkette improvisieren, weil Raphael Guerreiro, Lukasz Piszczek und Erik Durm ausfallen, dafür könnte Marcel Schmelzer ein überraschendes Comeback feiern. "Ich werde mittrainieren und dann werden wir sehen, ob ich spielen kann", sagte der 29-Jährige, der wochenlang verletzt war. "Unsere ersten beiden Gegner waren sehr stark. Wir wollen jetzt zeigen, dass wir auch drei Punkte holen können."

Junges, wildes RB gegen Casillas' Erfahrung

Der Sieger vom Samstag, der RB Leipzig, geht nach dem Erfolg in der Liga mit breiter Brust in das Spiel gegen den FC Porto. "Wir haben es allen gezeigt - und uns selbst", sagte Stürmer Yussuf Poulsen, und Trainer Ralph Hasenhüttl spürt einen "großen Auftrieb". Jetzt soll auch in der Champions League endlich der erste Sieg her. "Ich will nicht von einem Pflichtsieg sprechen, aber wenn wir weiterkommen wollen, dann müssen wir unsere Heimspiele gewinnen", sagte Hasenhüttl. Nachdem man zu Saisonbeginn mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, läuft der RB-Motor jetzt wieder flüssiger. Auch scheinen sich die Transferausgaben im Sommer von über 50 Millionen Euro auszuzahlen. Die Neuzugänge Jean-Kevin Augustin, Bruma und Kevin Kampl haben den RB-Fußball verinnerlicht und sind mehr als nur gute Alternativen.

Fußball Portugisische Liga Sporting CP - FC Porto Torwart Iker Casillas (picture-alliance/Zumapress/P. Fiuza)

Iker Casillas steht beim FC Porto im Tor

Im Tor der Portugiesen steht dabei ein ganz erfahrener Mann: Mit 166 Spielen ist Iker Casillas Rekordspieler in der Champions League. Der Spanier, der mit Real Madrid dreimal den Henkelpott gewinnen konnte (2000, 2002, 2014), führt derzeit mit Porto die portugiesische Liga NOS an und hat in acht Saisonspielen erst drei Gegentreffer hinnehmen müssen. Porto und Casillas können die Partie in Leipzig etwas gelassener angehen als die Gastgeber. In Gruppe G haben die Portugiesen bislang einen Sieg und eine Niederlage eingefahren. Leipzig steht bei nur einem Punkt und muss gewinnen.

Sollte das Team von Ralph Hasenhüttl eine ähnlich gute Leistung wie gegen Dortmund auf den Rasen bringen, dürften wohl auch die gesamte Erfahrung eines Iker Casillas nicht ausreichen, um 90 Minuten lang ohne Gegentor zu bleiben. Fraglich ist dann nur noch, ob RB auch defensiv die in den ersten beiden Champions-League-Spielen an den Tag gelegte Naivität ablegen kann.

Die Redaktion empfiehlt