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Demonstrationen

Verletzte und Festnahmen bei Kurden-Demo in Düsseldorf

Die PKK gilt in Deutschland als Terrororganisation, Bilder von PKK-Führer Öcalan dürfen nicht gezeigt werden. Weil Demonstranten in Düsseldorf trotzdem Fahnen schwenkten, kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei.

Die Beamten hatten den Marsch mehrerer tausend Kurden in der Düsseldorfer Innenstadt gestoppt, weil Fahnen mit dem Bild des PKK-Anführers Abdullah Öcalan gezeigt und auch nach mehrfachen Aufforderungen nicht eingerollt wurden. Daraufhin seien die Einsatzkräfte von den Teilnehmern mit Gegenständen beworfen und mit Fahnenstangen angegriffen worden, teilte die Polizei mit. Sie setzte Tränengas ein. Zwölf Beamte wurden nach Polizeiangaben bei den Auseinandersetzungen verletzt, drei davon schwer. Auch mindestens drei Demonstranten erlitten demnach leichte Verletzungen.

Deutschland Kurden Demonstration in Düsseldorf (picture alliance / Marcel Kusch/dpa)

Die Polizei nahm mehrere Personen in Gewahrsam

Ein Sprecher der Demonstranten sagte, der Zug sei von der Polizei umstellt worden. Ein Polizeisprecher betonte dagegen, dass alle Teilnehmer jederzeit die Demonstration hätten verlassen können, sobald ihre Öcalan-Fahnen eingerollt gewesen seien. Laut Polizei wurden neun Demonstranten in Gewahrsam oder festgenommen, bei mehreren weiteren wurden die Personalien festgestellt.

Am späten Nachmittag erklärten die Veranstalter die Demonstration für beendet, wie ein Sprecher mitteilte. Bis zum Abend blieb beim Abzug der Demonstranten alles friedlich. Zu der Veranstaltung waren deutlich weniger als die ursprünglich erwarteten 25.000 Teilnehmer gekommen. Die Polizei sprach von 6000.

Verbotene Symbole

Das Bundesinnenministerium hatte die Liste verbotener PKK-Symbole im März überarbeitet. Unter anderem wurde dabei untersagt, Öcalan-Porträts öffentlich zu zeigen. Die PKK ist in Deutschland, der EU und der Türkei seit langem als Terrororganisation eingestuft.

Deutschland Kurden Demonstration in Düsseldorf (picture-alliance/dpa/M. Kusch)

"Freiheit für Öcalan" steht auf den Fahnen

Mitte September hatte ein Kurden-Festival in Köln für Empörung in der Türkei gesorgt. Mit der Genehmigung der Veranstaltung hätten die deutschen Behörden der "Verbreitung von Terrorpropaganda" durch PKK-Unterstützer Vorschub geleistet, kritisierte das türkische Außenministerium damals und bestellte den deutschen Botschafter in Ankara ein.

rk/haz (dpa, afp)

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