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Wirtschaft

Verkaufsstimmung bei den High-Techs

Die Hightech-Titel haben am Montag die Aktienmärkte in ganz Europa nach unten gezogen, und die Frankfurter Börse machte da keine Ausnahme.

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Am ersten Handelstag der Woche zeigte das Kursbarometer abwärts.

Am Freitagabend hatte US-Notenbankpräsident Alan Greenspan eine nicht sehr optimistische Rede gehalten, die für die deutschen Börsen zu spät kam und erst am Montag zu entsprechenden Verkäufen führte. Der Deutsche Akteinindex DAX schloss den Handel bei 5.066 - ein Minus von 144 Punkten oder 2,8 Prozent. Der Nemax 50 Index am Neuen Markt verlor fast 68 Punkte oder 5,4 Prozent auf 1.185 Zähler.

Berichtssaison beginnt

Zum Nachklapp auf die Greenspan-Rede kam noch ein zweites Problem: In dieser Woche startet die Quartalsbericht-Saison, in Deutschland werden ThyssenKrupp, Siemens und SAP den Anfang machen, und in den USA werden elf im Dow Jones notierte Unternehmen in dieser Woche Quartalszahlen vorlegen. Hinzu kamen schlechte Nachrichten: Zwei Banken haben die MünchenerRück heruntergestuft, minus 2,8 Prozent bei der Aktie. Bei der Telekom macht der hohe Schuldenstand den Anlegern Sorgen, die Aktie lag mit 4,2 Prozent im Minus. Epcos will keine Dividende zahlen und verliert 1,1 Prozent, die Mutter Siemens wird sogar mit einm Minus von 4,4 Prozent bestraft. Am Neuen Markt sorgten Gewinnwarnungen des Filmfinanzierers IM International Media und vom Handyausrüster Balda für nachgebende Kurse. Balda verloren gut 13 und IM gut 21 Prozent - da fiel es gar nicht weiter auf, dass eine T-Online-Aktie rund sechs Prozent verlor.

Rentenmarkt im Aufwind

Ein pessimistischer Greenspan ist Gift für den Aktienmarkt und Balsam für den Rentenmarkt, der folglich am Montag deutlich fester tendierte. Der Bund-Future gewann 0,3 Prozent auf 108,86 Punkte. Der Rentenmarkt- Index REX stieg um 0,44 Prozent auf 113,83 Punkte. Wenn bei fester Verzinsung der Preis für Anleihen steigt, dann sinkt notwendigerweise die Rendite - die Bundesbank stellte die Umlaufrendite bei 4,6 Prozent fest - acht Stellen niedriger als am Freitag.

Hier die Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte, wie immer in Euro und wie alles andere ohne Gewähr:

DAX-Werte Kurs Veränderung

adidas-Salomon 80,60 (- 2,70)

Allianz 254,60 (- 8,90)

BASF 41,85 (- 1,15)

Bayer 36,08 (- 1,10)

HypoVereinsbank 34,55 (- 1,10)

BMW 38,59 (- 0,76)

Commerzbank 17,40 (- 0,54)

DaimlerChrysler 46,45 (- 1,14)

Degussa 30,54 (- 0,21)

Deutsche Bank 76,53 (- 2,22)

Deutsche Post 16,22 (- 0,44)

Deutsche Telekom 17,46 (- 0,77)

E.ON AG 57,50 (- 0,95)

EPCOS 49,00 (- 0,55)

Fresenius Med. Care 67,00 (- 0,65)

Henkel 62,41 (- 0,84)

Infineon Techno 24,80 (- 0,80)

Linde 46,70 (- 0,65)

Lufthansa 16,66 (- 0,46)

MAN 25,51 (- 0,78)

Metro 40,95 (- 1,05)

MLP 77,15 (- 0,84)

Münchener Rück 283,86 (- 8,16)

Preussag 32,00 (- 1,16)

RWE 42,50 (- 0,05)

SAP 161,50 (- 4,05)

Schering 57,60 (- 0,42)

Siemens 72,66 (- 3,34)

ThyssenKrupp 16,69 (- 0,29)

VW 50,00 (- 0,90)

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der Europäischen Zentralbank:

Ein Euro kostet 89,27 US-Cent

0,6157 britische Pfund oder

117,64 japanische Yen.

Das 1. Goldfixing in London: 286,40 Dollar.

  • Datum 14.01.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1hXF
  • Datum 14.01.2002
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