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Terror

Verheerender Doppelanschlag im Süden des Irak

Ziele der Terrorangriffe der IS-Milizen waren ein Restaurant und ein Kontrollposten an einer Autobahn im Süden des Landes. Bei den Selbstmordattacken wurden mindestens 60 Menschen getötet, darunter auch Iraner.

Irak Doppelanschlag in der Nähe von Nassirijah (Reuters/E. Al-Sudani)

Sicherheitskräfte inspizieren das Täterfahrzeug am Kontrollposten bei Nassirijah

Der Gouverneur der südirakischen Provinz Thi Kar musste die Zahl der Todesopfer wiederholt nach oben korrigieren. Bei den beiden Selbstmordanschlägen in der Nähe der Stadt Nassirija sind nach neuesten Angaben mindestens 60 Menschen getötet worden. Mehr als 90 Menschen seien verletzt worden, teilten Polizei und Rettungskräfte mit. Unter den Opfern seien auch mehrere Iraner, verlautete von den örtlichen Gesundheitsbehörden.  

Schiiten als Feinde 

Der sogenannte "Islamische Staat" (IS) reklamierte die Attentate für sich. "Dutzende Schiiten" seien getötet worden, hieß es in der Erklärung der Propoganda-Agentur Amak, des Sprachrohrs der radikalen sunnitischen IS-Milizen.

Irak Doppelanschlag in der Nähe von Nassirijah (Reuters/E. Al-Sudani)

IS-Dschihadisten nahmen Gäste dieses Restaurants an einer Autobahn ins Visier

Nach Polizeiangaben waren ein Restaurant und ein Kontrollposten an einer Autobahn südwestlich von Nassirija Ziel der Anschläge der islamischen Extremisten.

In dem Lokal habe ein Angreifer eine Sprengstoffweste gezündet. Drei oder vier weitere Angreifer in Uniform hätten zugleich auf die Menschen in dem Restaurant geschossen. Auf den Checkpoint der Polizei gab es einen schweren Autobombenanschlag. 

Irak Nasirija Anschlag mit über 50 Toten (Imago/Xinhua)

Bild der Verwüstung nach den Terroranschlägen

Nach Angaben der Gesundheitsbehörde wurden ins Krankenhaus von Nassirija etwa 50 Leichen gebracht. Die Zahl der Toten könne noch steigen, da einige Menschen sehr schwer verletzt seien.

Südirak lange verschont 

Beobachter sprechen vom bislang schlimmsten Terrorangriff der IS-Dschihadisten seit dem Fall ihrer Hochburgen Mossul und Tal Afar im Norden. Bombenanschläge sind im vorwiegend schiitischen Süden des Irak, wo der Großteil des Öls des Landes gefördert wird, eher selten. In der Region geht die irakische Armee gegen die IS-Miliz vor, die dort noch einige Gebiete unter ihrer Kontrolle hat. 

SC/jj (APE, rtr, afp, dpa)

 

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