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Politik

Verheerender Anschlag in Pakistan

Mehr als 30 Menschen wurden bei einem Anschlag im Nordwesten Pakistans getötet. Eine Autobombe zerstörte die als Wahllokal genutzte Schule. Eine Gedenkfeier für die ermordete Ex-Regierungschefin Bhutto wurde abgesagt.

Menschen suchen vor einem zerstörten Gebäude nach Opfern (ap)

Dorfbewohner nahe Bunir suchen in den Trümmern nach Toten und Verletzten

Mit einem schweren Autobombenanschlag hat am Sonntag (28.12.2008) eine Serie von Gewaltakten im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet einen neuen Höhepunkt erreicht. Das Swat-Tal hat sich in den vergangenen Monaten zu einer Festung islamistischer Aufständischer mit Verbindungen zu den Taliban entwickelt.

Drei Männer bringen einen Verletzten auf einer Trage weg (ap)

Verletzte des Terroranschlags werden mit notdürftigen Tragen abtransportiert

Der Attentäter riss mehr als 30 Menschen mit in den Tod, mehr als 20 Personen wurden nach vorläufigen Polizeiangaben verletzt. Die Zahl der Opfer unter den Trümmern könnte noch steigen. Das Schulgebäude nahe Bunir brach durch die Wucht der Explosion zusammen. Die Nachwahl zum Nationalparlament wurde ausgesetzt. Präsident Asif Ali Zardari und Premierminister Yousuf Raza Gilani verurteilten den "feigen Anschlag".

Taliban-Anhänger haben am Sonntag in der Grenzregion Nordwaziristan zudem drei Männer hingerichtet, die sie als Spione der USA bezeichnet hatten.

Gedenkfeier für Bhutto abgesagt

BdT Pakistan, Erinnerungsfeier an Benazir Bhutto

Hunderttausende hatten der ermordeten Ex-Präsidentin Bhutto gedacht

Eine Gedenkzeremonie am Grabmal Benazir Bhuttos in der Stadt Garhi Khuda Bakhsh, bei auch Präsident Zardari, der Witwer Bhuttos, und ihr Sohn Bilawal Bhutto Zardari sprechen sollten, wurde aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgesagt. Am Samstag hatten am ersten Todestag hunderttausende Menschen an die frühere Ministerpräsidentin erinnert.

In der Hauptstadt Islamabad ist gut drei Monate nach dem schweren Selbstmordanschlag mit 54 Toten nun das Marriot-Hotel wieder eröffnet worden. Die Luxusherberge wird jetzt durch eine dreieinhalb Meter hohe, angeblich bombensichere Betonmauer geschützt. Gäste und Besucher müssen umfangreiche Sicherheitskontrollen über sich ergehen lassen. (sc)

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