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Welt

Verheerender Anschlag in Pakistan

Bei der Explosion einer Autobombe an einem Busbahnhof in Pakistan sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Galt der Anschlag einer talibanfeindlichen Stammesmiliz?

Sicherheitskräfte und Schaulustige an dem Wrack des explodierten Fahrzeugs (Foto: AP)

Der Sprengsatz war in einem Laster deponiert

Die Bombe ging an einem Busbahnhof in Jamrud Bazar im Bezirk Khyber im Grenzgebiet zu Afghanistan hoch. Bei dem schwersten Anschlag in Pakistan seit Sommer vorigen Jahres wurden nach Krankenhausangaben 64 Menschen verletzt.

Drohungen der Taliban

In Sicherheitskreisen hieß es, Ziel des Anschlags seien Mitglieder einer talibanfeindlichen Stammesmiliz gewesen. "Diese Leute haben regelmäßig Drohungen der Taliban erhalten", sagte ein Gewährsmann. Ob Angehörige dieser Miliz ums Leben kamen, ist unklar.

Ein Behördensprecher sagte, die Bombe sei in einem Kleinlaster versteckt gewesen, der in der Nähe des Busbahnhofs geparkt gewesen sei. In den vergangenen Monaten, war die Zahl der Anschläge in Pakistan zurückgegangen. Ein ähnlich verheerender Anschlag wurde im vergangenen August ebenfalls in Jamrud Bazar verübt.

Vergeltungsaktionen

Damals hatte ein Selbstmordattentäter in einer Moschee fast 50 Menschen mit in den Tod gerissen. Für diesen Anschlag hatten die Taliban die Verantwortung übernommen. Sie hatten von einer Vergeltungstat gegen einen örtlichen Stamm gesprochen, der die Sicherheitskräfte beim Kampf gegen die Aufständischen unterstützte.

In mehreren Distrikten haben Stammesangehörige Milizen gegründet, die die Sicherheitskräfte im Kampf gegen die radikal-islamischen Taliban und das Terrornetz Al-Kaida unterstützen.

uh/gmf (afp,rtr)