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Aktuell Welt

Verheerende Buschbrände am Weihnachtstag

Der australische Bundesstaat Victoria wird von den schwersten Buschbränden seit sechs Jahren heimgesucht. Damals starben am sogenannten "Black Saturday" fast 200 Menschen, tausende Häuser brannten nieder.

Das ganze Ausmaß der aktuellen Katastrophe ist noch nicht absehbar. Immer wieder korrigieren die Behörden die Zahl der zerstörten Häuser nach oben. Fast 120 sind es inzwischen, wie der Katstrophenschutz-Beauftragen von Victoria, Craig Lapsley, mitteilte.

Evakuierung statt Weihnachtsessen

Er hatte aber auch gute Nachrichten: Bislang haben die Brände entlang der Great Ocean Road, einem bei Weihnachtsurlaubern sehr beliebtem Küstenabschnitt südwestlich von Melbourne, keine Todesopfer gefordert. Auch sei bislang niemand verletzt worden, dank der Umsicht der Menschen, die trotz Weihnachten die Warnungen ernst genommen und sich in Sicherheit gebracht hätten.

Die Urlaubsorte Wye River und Separation Creek mussten evakuiert werden. "Die Bewohner sind vor einem Feuer geflohen, dass zu einem Killer hätte werden können", sagte der Katstrophenschutz-Beauftragen Lapsley in einer Pressekonferenz. Um die Buschbrände einzudämmen waren mehr als 150 Feuerwehrleute und 18 Löschflugzeuge im Einsatz. Erst in der Nacht zu Samstag einsetzender Regen entschärfte die Lage und die Menschen konnten in die evakuierten Orte zurückkehren.

Brände weiter nicht unter Kontrolle

Unter Kontrolle sind die Feuer, die von einem Blitzeinschlag ausgelöst worden waren und bislang mehr als 2200 Hektar Land verbrannt haben, immer noch nicht. "Der Regen verändert die grundsätzliche Situation nicht", meinte Lapsley. Er warnte davor, dass die Brände in den kommenden Tagen erneut aufflammen könnten, zumal für den Jahreswechsel sehr heißes Wetter vorhergesagt worden sei.

Die aktuellen Wetterbedingungen gleichen denen im Jahr 2009, als der Bundesstaat Victoria die schlimmsten Buschbrände in der Geschichte Australiens erlebte. Am sogenannten "Black Saturday" wütete ein Feuersturm im Süden Victorias, töte 173 Menschen und zerstörte tausende Häuser. Die Buschbrände vom diesjährigen Weihnachtstag seien die schlimmste Katastrophe seitdem gewesen, so die Behörden.

ww/fab (AFP, dpa, Reuters)

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