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Kultur

Verheerende Bilanz

Der schlimmste Herbststurm seit zehn Jahren hat eine Spur der Verwüstung durch Deutschland gezogen, mindestens zehn Menschen kamen ums Leben.

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Der erste schwere Herbststurm ist in der Nacht zum Montag (28.10.02) mit Orkanböen über Nord- und Ostdeutschland
hinweggefegt. Nach Angaben der Lagedienste kamen bei dem Orkantief "Jeanett" seit dem Wochenende zehn Menschen bei Unfällen ums Leben. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Die Böen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 160 Stundenkilometern und starke Regenfälle verursachten Schäden in Millionenhöhe.

Die Kraft des Windes reißt Windkraftwerk um

Umgestürzte Windkraftturbine

Tote und Verletzte in Deutschland

Die meisten Todesopfer in Deutschland waren in Nordrhein-Westfalen zu beklagen. Hier kamen fünf Menschen ums Leben. In Rheinland-Pfalz starb ein Ehepaar, als ein Baum auf ihren Pkw fiel. In Hamburg erfasste eine Windböe den Regenschirm einer etwa 80-jährigen Frau. Sie fiel auf die Straße und wurde von einem Auto erfasst. In Schleswig-Holstein kam ein Landwirt durch einen Blitzschlag ums Leben.

Sturmschäden

Schwimmbad im Sportpark Wedau in Duisburg

Feuerwehr und Polizei waren wegen der Stürme nahezu überall im Dauereinsatz: Die Böen entwurzelten unzählige Bäume, fällten Ampeln und Strommasten, deckten Dächer ab, wirbelten Baugerüste und Baustellenabsicherungen durch die Luft. Autos wurden beschädigt, zahlreiche Straßen und Bahnlinien wurden gesperrt, auch der Flugverkehr war beeinträchtigt.

Europaweite Schäden

Auch in anderen Ländern Europas wütete der Herbststurm: In Großbritannien sind am Sonntag (27.10.02) Agenturmeldungen zufolge neun Menschen, darunter drei Kinder, durch Stürme ums Leben gekommen. Der Schaden wurde auf 50 Millionen Pfund (80 Millionen Euro) geschätzt. Nach Berichten der britischen Presse war es der verheerendste Sturm auf der Insel seit 15 Jahren. Flug und Fährverbindungen nach Deutschland waren unterbrochen.

Entwarnungen

Die Deutsche Bahn will bis Dienstagmorgen (29.10.02) Schäden des schweren Herbststurmes beseitigen und wieder nach Fahrplan fahren, so ein Bahnsprecher in Berlin. Die Hauptstrecken seien inzwischen wieder freigegeben. Gesperrt bleiben noch einige Nebenstrecken. Es gebe nach wie vor Verspätungen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hob vorerst alle Unwetterwarnungen auf, ihren Angaben zufolge ist das Orkantief zum Baltikum abgezogen.(pt)

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