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Amerika

Verhandlungen mit FARC-Rebellen machen Fortschritte

Die Konfrontation zwischen Kolumbiens Regierung und den FARC-Rebellen ist der älteste Konflikt in Südamerika. Bei Friedensgesprächen in Kuba soll er endlich beendet werden. Von dort kommen jetzt hoffnungsvolle Signale.

Die Verhandlungen der kolumbianischen Regierung mit den marxistischen FARC-Rebellen über ein Friedensabkommen machen nach Angaben beider Seiten Fortschritte. Ein führender Vertreter der FARC, Rodrigo Granda, sagte bei einer Pressekonferenz in der kubanischen Hauptstadt Havanna, die Gespräche seien auf einem guten Weg und kämen sogar sehr schnell voran.

Etwas zurückhaltender äußerte sich der Chef-Regierungsunterhändler Humberto de la Calle. Er bestätigte aber ebenfalls, die Gespräche hätten Fahrt aufgenommen. In greifbarer Nähe ist demnach eine Einigung in Sachen Landreform. Diese ist zentral für den gesamten Friedensprozess. Genaue Details wurden aber nicht genannt.

Knackpunkt Landverteilung

Die Umverteilung von Land ist einer der kritischsten Punkte bei den Friedensgesprächen. Erst vor einigen Tagen hatten die Rebellen erklärt, die Regierung müsse "ihre historische Schuld begleichen" und mehrere Millionen Hektar Land für Bauern zur Verfügung stellen.

Ein FARC-Kämpfer im kolumbianischen Dschungel (Foto: dpa)

Ein FARC-Kämpfer im kolumbianischen Dschungel

Die Rebellen und die Regierung befinden sich seit fast einem halben Jahrhundert im Krieg. Dabei wurden Schätzungen zufolge bislang 600.000 Menschen getötet. Nach UN-Angaben wurden zudem vier Millionen Menschen vertrieben.

Einigung soll bis November stehen

Der Konflikt soll bei den Verhandlungen in der kubanischen Hauptstadt Havanna beigelegt werden. Drei vorherige Versuche, Frieden zu schließen, waren gescheitert. Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos strebt eine Einigung bis November an. Die nächste Verhandlungsrunde soll am 18. Februar stattfinden.

FARC ist die spanische Abkürzung für "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens". Die Organisation wurde 1964 im Kampf gegen Großgrundbesitzer gegründet. Im Jahr 2002 startete die kolumbianische Regierung mit Unterstützung der USA eine Offensive gegen die FARC, wodurch sie massiv geschwächt wurde. Die Gruppe hat heute noch schätzungsweise 9000 Mitglieder, die sich in abgelegene Berg- und Urwaldregionen zurückgezogen haben.

gri/rb (afp, rtr)

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