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Europa

Verhandlungen über einen Frieden in Tschetschenien

Sie trafen sich auf dem internationalen Flughafen Scheremetewo bei Moskau: Nach mehr als zwei Jahren haben die russische Führung und die Rebellen am Sonntag erstmals über eine Beilegung des Konflikts gesprochen.

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Achmed Sakajew

An dem Treffen nahmen der Vertreter der tschetschenischen Rebellen, Achmed Sakajew, und Viktor Kasanzew teil - er ist Beauftragter der russischen Regierung für Südrussland. Die Einladung zum ersten offiziellen Gespräch der kriegsführenden Seiten war vor Monaten vom russischen Präsidenten Wladimir Putin gekommen. Lange wurde über die Bedingung und über den Ort gestritten. Das zweistündige Gespräch am Sonntag kam dann kurzfristig und überraschend.

Achmed Sakajew reiste im Auftrage der tschetschenischen Regierung der Rebellen unter Aslan Maschadow an, der der letzte gewählte Präsident Tschetscheniens ist und deren Unabhängigkeit von Russland vertritt. Für Russland ist Maschadow bis dato der Staatsfeind Nummer eins und niemals ein Gesprächspartner. Nun bedankte sich sein Vertreter Achmed Sakajew für die Möglichkeit zum Dialog und für die Aussicht auf Frieden in Tschetschenien.

Achmed Sakajew, der mit einer Sondermaschine aus Istanbul nach Moskau angereist war, hatte der Türkei eine Vermittlerrolle zugedacht. Er wolle mit der türkischen liberal-demokratischen Partei dennoch aktiv zusammenarbeiten, ließ Achmed Sakajew in einer Erklärung verbreiten. Der Vertreter der russischen Regierung, Viktor Kasanzew, sprach von einem sehr ernsthaften Arbeitsgespräch.

Hauptschwerpunkte waren nach Auskunft beider Seiten die Bedingung für eine Waffenabgabe der tschetschenischen Rebellen und deren Rückkehr in ein friedliches Leben. Konkrete Ergebnisse wurden noch nicht erzielt; weitere Gespräche sollen bereits in den nächsten Tagen folgen.

Während in Moskau zum ersten Mal verhandelt wurde, starben in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny wieder Menschen. Zwei Milizionäre wurden durch eine ferngesteuerte Sprengbombe in Stücke gerissen.

  • Datum 18.11.2001
  • Autorin/Autor Karla Engelhard (WDR)
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1O4J
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