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Kultur

Verhalter Auftakt der Salzburger Festspiele

Zum Auftakt der Salzburger Festspiele ist im Schauspielhaus Thomas Bernhards Drama "Ein Fest für Boris" verhalten aufgenommen worden. Die große Sympathie des Premierenpublikums am Freitagabend galt dabei den Darstellern: Viviane de Moynck in der Rolle der beinlosen "Guten", die den verkrüppelten Boris (Thomas Wodianka) heiratet und jährlich ein Fest für ihren Mann gibt, sowie Nadine Beyersbach als Dienerin Johanna. Der neue Schauspielchef Thomas Oberender holte Bernhards Drama erstmals in der Festspielstadt auf die Bühne. Die Skandalträchtigkeit des Stücks, das als Paraphrase auf die Festspielgesellschaft und als "Anti-Jedermann" konzipiert war, wurde in der Inszenierung von Christiane Pohle wenig nachvollziehbar.

Das Stück, das in Koproduktion mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus entstanden ist, stand am Beginn des künstlerischen Programms der Festspiele, die am Freitagvormittag mit einem Festakt in der Felsenreitschule eröffnet wurden. Das Festival, das erstmals von Intendant Jürgen Flimm geleitet wird, dauert bis 31. August.