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Aktuell Nahost

Verhärtete Fronten zwischen Israel und den Palästinensern

Der Fall der drei entführten israelischen Jugendlichen baut neue Fronten zwischen Israel und den Palästinensern auf. Kämpfe, Razzien, Festnahmen - und die drei Jugendlichen bleiben ungeachtet dessen verschwunden.

Militante Palästinenser haben nach Angaben der israelischen Armee erneut Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Mindestens zwei von ihnen seien in der Regionalverwaltung Scha'ar HaNegev niedergegangen, teilte ein Militärsprecher über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor.

Die Lage in der ganzen Region ist äußerst angespannt. Seit der Entführung der drei israelischen Jugendlichen im Westjordanland vor rund anderthalb Wochen gehen israelische Soldaten massiv gegen die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas vor. Israel macht diese für die Verschleppung verantwortlich. Bislang hat sich die Hamas weder zu einer Entführung bekannt noch dementiert.

Razzien weiter ausgedehnt

In einem Interview der Zeitung "Haaretz" verlangte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas vom israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, dies zu verurteilen. Er selbst habe die Entführung der Jugendlichen als Verbrechen bezeichnet. Währenddessen hat die israelische Armee ihre Razzien in den Palästinensergebieten weiter ausgedehnt.

Zwei Palästinenser erschossen

Wie palästinensische Sicherheitskräfte und Krankenhausmitarbeiter sagten, kam es in Ramallah zu Zusammenstößen mit israelischen Soldaten, bei denen ein 30-jähriger Mann getötet und fünf weitere verletzt wurden. In einem Flüchtlingslager in Nablus wurde ein 27-Jähriger erschossen. Wie das Militär mitteilte, wurden weiterer Hamas-Mitglieder festgenommen. Damit seien seit Beginn der Suche nach den Vermissten 340 Palästinenser in Gewahrsam genommen worden, davon 240 Hamas-Mitglieder.

Die drei 16 und 19 Jahre alten Talmudschüler waren zuletzt am 12. Juni in der Nähe einer jüdischen Siedlung im südlichen Teil des Westjordanlands gesehen worden. Seitdem fehlt von ihnen jede Spur.

ml/gmf (dpa rtr)