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Aktuell Nahost

Vergebliches Hoffen auf Waffenruhe

Kein Frieden in Sicht: Wieder bombardiert die israelische Luftwaffe Ziele in Gaza. Und militante Palästinenser schlagen zurück. Eine ihrer Raketen trifft ein Haus in der israelischen Stadt Aschkelon.

Ein Ende des Gaza-Konflikts ist nicht in Sicht: Auch am Sonntagmorgen schlugen wieder Raketen aus dem Gazastreifen in Israel ein. Ein Geschoss traf ein Wohnhaus in der israelischen Küstenstadt Aschkelon, zwei Menschen wurden laut Polizei leicht verletzt. Eine andere Rakete traf ein Auto, zwei weitere seien von der Raketenabwehr zerstört wurden. Auch auf Tel Aviv wurde mindestens eine Rakete abgeschossen, die aber abgefangen werden konnte.

Schlag gegen Hamas-Fernsehen

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Israel setzt Luftangriffe fort

Die israelische Luftwaffe hatte in der Nacht und am Morgen ihrerseits Ziele im Gazastreifen bombardiert. Nach unterschiedlichen palästinensischen Angaben wurden dabei zwei vier und fünf Jahre alte Kinder schwer verletzt und ein 18 Monate altes Kleinkind getötet.

Außerdem wurden nach palästinensischen Angaben mindestens sechs Journalisten verletzt, als die israelische Luftwaffe in der Nacht die Mediengebäude der Fernsehsender Al-Kuds TV und Al-Aksa TV angriff, die der radikalislamischen Hamas nahestehen.

Nicht-öffentliche Verhandlungen

Dennoch gehen die Bemühungen um eine Waffenruhe weiter. "Es gibt ernsthafte Gespräche über einen Waffenstillstand, und es ist möglich, dass es heute oder morgen eine Einigung gibt", sagte ein ranghoher Palästinenservertreter der Nachrichtenagentur AFP. Der britische Premierminister David Cameron drängte den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in einem Telefonat, "alles nur Mögliche zu tun", um die Krise zu beenden.

Außerdem verhandelt offenbar ein hochrangiger israelischer Gesandter in Kairo. Er sei am Sonntag mit einem Privatflugzeug aus Tel Aviv in der ägyptischen Hauptstadt gelandet, berichtete die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Flughafenkreise. Ägypten wird Einfluss auf die Hamas nachgesagt.

Laut israelischen Angaben haben militante Palästinenser seit Mittwoch mehr als 600 Raketen auf Israel abgefeuert. 240 seien abgefangen worden. Israel griff seinerseits mehr als 900 Ziele im Gazastreifen an. Laut Hamas wurden in dem Konflikt bisher 52 Palästinenser getötet, Israel beklagt drei tote Zivilisten.

det/gd (afp, dpad, dpa, rtr)

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