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Interaktiv

"Verfolgen, nachkassieren und nötigenfalls bestrafen."

In dieser Woche gab es für unsere User vor allem ein Thema: Die gestohlene Steuersünder-Datei. Zwar war die Mehrheit für den Ankauf der Daten-CD, doch manche äußerten auch Bedenken.

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Die Steuergerechtigkeit gebietet es - auch wenn manche Leute damit offenbar ein Problem haben - rigoros die Strafverfolgung einzuleiten. Schließlich sollte man das Ganze sehen - Staat und Gesellschaft, während diese Schmarotzer nur bis zum Tellerrand blicken. Also: verfolgen, nachkassieren und nötigenfalls bestrafen. (Stefan Schembara, Deutschland)

Was einmal funktioniert hat, wird auch jetzt funktionieren. Was sind denn 2,5 Millionen gegenüber 100 Millionen? Wenn Schäuble sich weigert kommt doch der Geruch auf, dass er seine Klientel schützen will. (Jürgen Frey, Philippinen)

Es ist nicht zu verstehen, warum die Union jetzt so viel Anstalten macht, um die Information aus der Schweiz zu holen. Während der Großen Koalition hatte sie ohne zu zögern Steinbrück freie Hand gegeben, als er das "gestohlene" Material aus Liechtenstein kommen ließ und die Steuerhinterzieher zur Kasse bat. Wenn die Union sich jetzt auf die Hinterbeine stellt, tut sie das, um der FDP zu gefallen? (Kai Nicholson, Indien)

Bei diesem Daten-Diebstahl handelt es sich um die Daten von Reichen und somit Einflussreichen. Darum zaudert diese Regierung, besonders die FDP, darunter ist sicher auch ihre Klientel. Wären es die Daten von Durchschnittsverdienern, die es geschafft hätten, einige Euro am Finanzamt vorbei zu mogeln, hätte Schwarz-Gelb gewiss weniger Bedenken. Und dass sich Schweizer Politiker empören, ist nicht verwunderlich. Warum, braucht man wohl nicht zu erklären. (Gerhard Seeger, Philippinen)

Was heißt eigentlich illegaler Datenkauf? Unmoralisches Angebot von Steuerhinterziehern? Das Unmoralische liegt doch mal wieder bei den Banken. Informationen kaufen! Die Reichen müssen endlich einsehen, dass sie eine moralische Verantwortung haben. Warum ziert sich Schäuble eigentlich? War er es doch, der Daten von Bürgern aus dem Internet "abziehen" wollte. (Waltraud Maassen, Neuseeland)

Selbstverständlich muss der Staat die Daten kaufen und verwerten. Sollte er dies nicht tun, würde er nur der Steuerflucht Vorschub leisten. Auf Hinblick der derzeitigen Finanzlage wäre dies ein Skandal. (Franz Mitterndorfer, Thailand)

Ich bin sehr gespannt, wie die deutsche Regierung entscheidet. Kann man Unrecht mit Unrecht vergelten? Ich war noch nie ein Freund des Bankgeheimnisses, irgendwann kommt dieser Bumerang auf uns zurück. Es scheint so weit zu sein. Die Folge: Eine Stärkung der rechtskonservativen SVP und eine verstärkte Anti-Europäische Stimmung. Die größte Ausländergruppe in der Schweiz sind Deutsche. Sie werden wohl den Volkszorn abbekommen. Eine Einsicht aus Schweizer Sicht ist aber nicht zu erwarten. (Roland Ruckstuhl, Schweiz)

Man soll die Daten nur in dem Fall kaufen, wenn man vorher die Steuerverschwendung des Staatsapparates per Gesetz auf die gleiche Stufe wie die Steuerhinterziehung stellt. Die Schweizer und die gesamte zivilisierte Welt wird uns verabscheuen. (Josef Kramer, Deutschland)

Sollte die Bundesregierung diese CD kaufen, öffnet das Tür und Tor für eine neue Branche: den Handel mit geklauten Daten. Wenn die Leute sehen, dass sich so viel Geld verdienen lässt, was hält jemanden dann davon ab, es auch zu tun? Es gibt ja nicht nur Steuerhinterziehung. Man könnte Interessenten ja auch vertrauliche Daten über Prominente oder zur Gesundheit einer Person anbieten oder diese Menschen erpressen. (Charles E. Jungers, Thailand)

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