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Wirtschaft

Verdiente Strafe

Mit einer Verurteilung zu viereinhalb Jahren Gefängnis und einer Bewährungsstrafe ist am Montag in Nürnberg der Prozess um verdeckte Millionenzahlungen des Elektrokonzerns Siemens an die Arbeitnehmerorganisation AUB zu Ende gegangen. Der frühere AUB-Chef Wilhelm Schelsky wurde vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth wegen Beihilfe zur Untreue und Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt. Der frühere Siemens-Zentralvorstand Johannes Feldmayer erhielt wegen Untreue und Steuerhinterziehung eine Strafe von zwei Jahren Haft auf Bewährung sowie eine Geldstrafe. Schelsky hatte mit Feldmayer einen Vertrag geschlossen, wonach Siemens mehr als 30 Millionen Euro für den Aufbau der AUB zahlte. Die Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB) sollte eine Gegenmacht zur einflussreichen Gewerkschaft IG Metall im Konzern bilden.