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Verbraucher

Jeder, der konsumiert, gehört dazu: Zu den Verbrauchern. Diese haben viel Macht, müssen aber auch geschützt werden. Von Verbraucherschutzorganisationen. Verbraucht werden Speisen und Getränke, aber auch Luft.

Er, der Verbraucher, ist ein merkwürdiges Wesen. Er gehört gleichermaßen zu der Masse derjenigen, die allesamt etwas verbrauchen. Gleichzeitig ist er auch das Individuum, das ebenfalls verbraucht, für sich selber. Natürlich gibt es rein sprachlich auch die Verbraucherin und die Verbraucherinnen, aber die sind im Oberbegriff Verbraucher sozusagen mitenthalten. Deshalb lautet die Frage nicht wer, sondern was ist ein Verbraucher?

Ein unpersönlicher Begriff

Im wörtlichen Sinn ist der Verbraucher jemand, der wirtschaftliche Güter erwirbt. Dabei interessiert uns derzeit vor allem der Verbraucher, der insbesondere Waren und Dienstleistungen zur eigenen Bedürfnisbefriedigung in Anspruch nimmt. Dieser Verbraucher, also wir alle, heißt in der Fachsprache der Wirtschaftswissenschaften Endverbraucher. Konsument klingt vielleicht ein bisschen gehobener, bedeutet aber dasselbe wie Verbraucher.

Der Verbraucher ist in der Konsumgesellschaft ein Wirtschaftsfaktor von ungeheurer Bedeutung. Nehmen wir beispielsweise die Lebensmittel- und Agrarindustrie. Was da produziert wird, muss auch verbraucht werden. Und das ist eine ganze Menge. Lebensmittel verbrauchen heißt, sie entweder aufzuessen oder auszutrinken. Die Vorsilbe ver- hat übrigens immer die Grundbedeutung, dass etwas in einen anderen Zustand überführt wird oder sich etwas ändert. Beispiel: Benzinverbrauch. Der Kraftstoff wird durch Verbrennung in Energie umgewandelt, der Motor verbraucht Benzin.

Energieverbraucher

Da wir gerade bei etwas Technischem sind: ein Verbraucher ist beispielsweise in der Elektrotechnik eine Baueinheit, die Strom, also Energie aufnimmt und in eine andere Energieform, Wärme oder Licht, umwandelt. Es ist fast so wie bei uns. Was die Lebensmittel betrifft, verbrauchen wir sie, um neue Energie zu bekommen.

Wie wichtig wir, die Verbraucherinnen und Verbraucher sind, zeigt nicht nur die Tatsache, dass wir von morgens bis abends immer und überall von der Verbrauchsgüterindustrie umworben werden, sondern auch, dass unsere höchsten Interessen ministeriell wahrgenommen werden.

Aufklärung und Sicherheit des Verbrauchers

Verbraucherpolitik ist offensichtlich wichtiger denn je, denn Verbraucherverbände wie zum Beispiel die Verbraucherzentralen mit den Verbraucherberatungsstellen haben nicht genügend Einfluss und Macht, um die Verbraucherinteressen, sprich den Verbraucherschutz, umfassend zu gewährleisten. In Deutschland gibt es schon seit Jahrzehnten Verbraucherselbstorganisationen. Umfassender Verbraucherschutz ist das oberste Ziel dieser Einrichtungen.

Das heißt unter anderem Nahrungsmittelüberwachung. Oder Überprüfung der technischen Sicherheit: Gibt es zum Beispiel im neuen Super- oder Verbrauchermarkt genügend Notausgänge und Feuerlöscher? Wie sieht es mit der Produkthaftung der Hersteller aus – kann sich der Verbraucher im Ernst- beziehungsweise im Garantiefall auf die Angaben des Produzenten verlassen? Verbraucherschutz ist auch Verbraucherinformation in Form von Warentests und – natürlich – Kennzeichnungsvorschriften sowie von Verbraucherpreisangaben.

Verbraucher bleibt Bürger

Verbraucherschutzverbände, Verbraucherzeitschriften, Verbrauchermärkte: Manche Begriffe nutzen sich ab. Sie sind nach einer gewissen Zeit verbraucht. Wie die Luft in nicht klimatisierten Verbrauchermärkten. Das Wort Verbraucher gehört eindeutig nicht dazu – zumindest solange es sie, die Verbraucher, gibt.

Fragen zum Text

Ein anderes Wort für Verbraucher ist …

1. Konsument.

2. Umwandler .

3. Benutzer.

Die Vorsilbe ver- bedeutet …

1. etwas präsentieren.

2. etwas ins seinem Zustand belassen.

3. etwas in einen anderen Zustand überführen.

Verbraucherorganisationen haben zum Ziel …

1. schöne Überraschungen zu präsentieren.

2. Kunden zu schützen und informieren.

3. sich für bessere Öffnungszeiten einzusetzen.

Arbeitsauftrag

Eine Aufgabe von Verbraucherorganisationen ist, zu prüfen, ob Supermärkte genügend Notausgänge und Feuerlöscher haben. Finden Sie diese Überprüfung überflüssig? Oder waren Sie schon einmal in einer Situation, in der Sie froh waren, dass es genügend Notausgänge und Feuerlöscher gab? Diskutieren Sie in Kleingruppen über Ihre Meinung.

Autor: Michael Utz

Redaktion: Beatrice Warken

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