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Medienentwicklung

Verantwortung teilen

Projekte planen, Finanzierungen sichern, Partner begleiten - das Team Projektentwicklung unterstützt weltweit Medienorganisationen im internationalen Antragswesen.

Maison des Médias du Tchad (Foto: DW Akademie).

Langjähriger Partner der DW Akademie: Maison des Médias im Tschad

Die Europäische Union gilt vielen als Bürokratie-Monster. In Deutschland ist das nicht anders als in vielen afrikanischen Ländern. Doch bedeutet dies oft lediglich, dass ein gewisses Fachwissen nötig ist, um alle Abläufe zu verstehen. Denn die EU-Kommission engagiert sich weltweit in der Entwicklungszusammenarbeit und fördert auch zahlreiche Projekte der Medienentwicklung. Das damit verbundene Antragswesen erscheint komplex - hier hilft die jahrelange Erfahrung und Expertise der DW Akademie.

Ein Beispiel aus jüngster Vergangenheit: das Institut "Maison des Médias du Tchad", als Mitgliedsorganisation verschiedener journalistischer Verbände der zentrale Ansprechpartner für alle Medien des Landes. Als im Jahr 2012 eine EU-Ausschreibung für zivilgesellschaftliche Initiativen, die Projekte zur Krisenprävention stärken sollen, veröffentlicht wurde, stöhnte Direktor Francois Dingames: "Es gibt so viele Regeln und Bestimmungen, die man beachten muss. Bei der Entwicklung und der Durchführung von Projekten durchzublicken, ist nicht leicht!" Für viele Partner der DW Akademie ist eine Zusammenarbeit mit internationalen Mittelgebern essentiell, um langfristig eigene Strukturen zu stärken und eine größere Unabhängigkeit zu entwickeln. Schließlich bat Dingames die DW Akademie um Unterstützung durch das Team Projektentwicklung.

Langfristige Unterstützung

Gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern vor Ort setzt das Team Projekte für internationale Mittelgeber auf und berät dann sowohl die lokalen Partner als auch die Projekt- und Ländermanager der DW Akademie bei der Implementierung. Im Tschad ergab sich schnell eine gute Arbeitsteilung: In dem gemeinsamen Projekt, das sowohl Lokalradios in konfliktsensibler Berichterstattung stärken als auch einen Pool an Radiotrainern aufbauen sollte, nutzten die Kollegen vom "Maison des Médias" ihre umfangreichen Netzwerke vor Ort und identifizierten den Trainings- und Beratungsbedarf der tschadischen Medien. Die Trainer und Berater der DW Akademie unterstützten ihre Kollegen dabei, das Projekt gemäß den Kriterien des internationalen Projektmanagements und den formalen Anforderungen an ein EU-Projekt zu managen.

Anfangs reiste Dr. Johann Müller, Leiter Projektentwicklung, häufig in die tschadische Hauptstadt N'Djamena, um die Arbeit vor Ort zu unterstützen. Mit der Zeit fühlte sich Direktor Francois Dingames aber zunehmend selbst in der Lage, sich um die Abrechnungen und regelmäßigen Berichte an die EU zu kümmern. Und so blieb im Laufe des Projekts immer mehr Zeit für Trainings und Konzeptentwicklung sowie für gemeinsame Besuche bei der EU-Delegation in N'Djamena, wo Projektfortschritte wie die Etablierung des Trainerpools vorgestellt wurden.

Nachhaltigkeit im Blick

Dabei begleitet das Team Projektentwicklung die Partner langfristig und hat stets anschließende Fördermöglichkeiten im Blick. So wird sichergestellt, dass ein erfolgreich gestartetes Projekt nicht im Sand verläuft, sobald die erste Förderung abgeschlossen ist. Im Idealfall kann so eine langfristige Zusammenarbeit entstehen. Auch in anderen Ländern sucht das Team Projektentwicklung nach neuen internationalen Partnern.

Dabei stellt sich immer die Frage, ob ein mögliches Projekt mit der Gesamtstrategie der DW Akademie übereinstimmt, eine sinnvolle Ergänzung zu den bisherigen Aktivitäten in einem Projektland darstellt oder welche Bedeutung eine mögliche Zusammenarbeit für die Medienentwicklung oder die Entwicklungszusammenarbeit insgesamt hat. Die EU ist hierbei wichtigster Ansprechpartner. Aber auch mithilfe des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) wurde bereits ein Projekt im Südsudan zum Aufbau eines Radiosenders in der Provinz Jonglei konzipiert, das dann gemeinsam mit südsudanesischen Partnern umgesetzt wurde.

"Ob Brasilien, Namibia oder Kambodscha - wir unterstützen die Regionalteams der DW Akademie bei neuen Projekten, machen sie für internationale Mittelgeber attraktiv und engagieren uns gemeinsam mit lokalen Partnern für Meinungs- und Informationsfreiheit", sagt Oliver Schilling, stellvertretender Leiter der Projektentwicklung. "Eine vielfältige und globale Arbeit - jeden Tag reisen wir im Kopf um die Welt und helfen dabei, unsere Partner für die Zukunft gut aufzustellen." So auch im Tschad: Gegen Ende des Projekts konnten Berater aus Deutschland und dem Tschad gemeinsam eine Langfriststrategie, unter anderem hinsichtlich zusätzlicher Einnahmequellen, für das "Maison des Médias" erarbeiten - und einen weiteren Beitrag zur Nachhaltigkeit der EU-Förderung leisten.

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01_02_2012 Themenbild für Newsletter Ansprechpartner für weitere Verwendungszwecke: Sabrina.Tost@dw-world.de

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