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Proteste in Caracas

Venezuelas Oppositionsführer von Soldaten verprügelt?

Sie seien in einen Hinterhalt gelockt worden, beklagt der zweimalige Präsidentschaftskandidat. In Caracas wurden er und ein weiterer Oppositionspolitiker bei einer Demonstration gegen die Regierung Maduro verletzt.

Venezuela Krise Protest (Picture alliance/AP Photo/F. Llano)

Venzuelas Oppositionsführer Henrique Capriles (Bildmitte) wurde in Caracas von Tränengas getroffen

In der venezolanischen Hauptstadt hat es erneut Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gegeben. Vermummte Jugendliche schleuderten in Caracas Steine und Brandsätze auf Sicherheitskräfte. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Protestierenden zurückzudrängen. Auch der zweimalige Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles wurde von Tränengas getroffen.

Als er die Demonstration daraufhin verlassen wollte, seien er und Mitglieder seines Teams von Nationalgardisten in einen Hinterhalt gelockt und geschlagen worden, sagte Capriles anschließend. Der Oppositionsabgeordnete Carlos Paparoni sei verletzt worden, als ihn ein Wasserwerfer getroffen und zu Boden geschleudert habe.

Schon mehr als 50 Tote

Bei den oft gewaltsamen Protesten und dem harten Vorgehen der Sicherheitskräfte starben in Venezuela schon mehr als 50 Menschen. Die Opposition will den Druck auf Präsident Nicolás Maduro erhöhen. Sie kämpft seit Monaten für eine Amtsenthebung des sozialistischen Staatschefs.

In der Bevölkerung herrscht große Wut über die Wirtschaftskrise in dem ölreichen Land, die Lebensmittel und Medikamente knapp werden lässt. Kritiker werfen Maduro vor, wie ein Diktator zu herrschen, und fordern eine Neuwahl. Die linke Regierung sieht in den Protesten einen Umsturzversuch auf Betreiben der USA.

rb/haz (afp, ap, dpa, rtr)

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