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Aktuell Amerika

Venezuela hebt Stromrationierung auf

Stromausfälle gehörten in den letzten Monaten zum Alltagsleben der Venezolaner. Um Energie zu sparen, hatte die Regierung diverse Maßnahmen ergriffen. Ab kommender Woche soll es nun wieder besser werden.

Venezuela will seine Stromrationierungen beenden. Ab Montag werde die Versorgung mit Elektrizität wieder normal funktionieren, sagte Präsident Nicolas Maduro im Fernsehen. Der Wasserstand am Guri-Staudamm habe sich erholt. Die Stromversorgung und die Erzeugung aus Wasserkraft könnten wieder wie üblich ablaufen. Im April hatte die Regierung wegen häufiger Stromausfälle und Strommangels einen Notfallplan aufgestellt, um Energie zu sparen. So wurde etwa die Arbeitswoche im Öffentlichen Dienst auf zwei Tage verkürzt, die Schulen blieben freitags geschlossen.

Guri-Staudamm in Venezuala

Der Wasserstand am Guri-Staudamm war in den letzten Monaten bedrohlich niedrig

Opposition kritisiert die Misswirtschaft der Regierung

Mitte Juni hatte Maduro dann die Zwei-Tage-Woche für Beamte wieder aufgehoben. Die Staatsbediensteten mussten dann auch wieder von Mittwoch bis Freitag für jeweils sechs Stunden an ihre Arbeitsplätze kommen. Auch der Unterricht fand dann wieder an allen Tagen der Woche statt.

Die Stromversorgung in dem rezessionsgeplagten Opec-Land hängt zu 60 Prozent von Wasserkraftwerken ab, denen die schwere Dürre zu schaffen machte. Nach offiziellen Angaben soll es die schlimmste Dürre seit 40 Jahren sein. Gegner werfen der Regierung allerdings vor, zu wenig in den Ausbau und die Wartung der Energie-Infrastruktur zu investieren. Zudem sorgen großzügige Subventionen dafür, dass das südamerikanische Land zu den größten Stromverbrauchern in der Region gehört.

as/sti (rtr, ape, afpe)