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Kultur

Vatikanische Museen: Wiedereröffnung des Braccio Nuovo in Rom

Er ist eine der bedeutendsten Zeugnisse klassizistischer Architektur: Der Flügel Braccio Nuovo in den Vatikanischen Museen war sechs Jahre nicht zugänglich. Nach der Restaurierung erstrahlt die Galerie in neuem Glanz.

Ein Grund mehr, sich in die Schlange zu stellen, um die Vatikanischen Museen in Rom zu besichtigen: Der Braccio Nuovo war sechs Jahre lang geschlossen. Nun ist er wieder zu besichtigen und begeistert mit seinem zurückhaltenden Prunk: Die 68 Meter lange Galerie wurde vom italienischen Architekten Pasquale Belli im Jahr 1820 so konzipiert, dass für die Kaiserabbildungen, gigantischen Statuen und Friese ein möglichst idealer Raum der Antike entstand. Imperatoren und Götter, aber auch Kopien berühmter griechischer Statuen stehen in 28 Nischen.

Berühmte Statue: Augustus von Primaporta

Zu den wichtigsten Statuen gehört die Darstellung von Kaiser Augustus als erfolgreicher Feldherr mit Brustpanzer, bekannt als Augustus von Primaporta. Den Fußboden zieren neben farbigem Marmor auch schwarz-weiße römische Mosaike, die griechische Sagen aufgreifen. 

Augustus von Primaporta grüßt frisch restauriert aus einer Nische im Braccio Nuovo (picture alliance/dpa/L. Klimkeit)

Augustus von Primaporta grüßt frisch restauriert aus einer Nische im Braccio Nuovo

Eingeweiht wurde der "Braccio Nuovo" (neuer Flügel) im Februar 1822. Für die Bauarbeiten engagierte der römische Architekt Belli einst die Besten seiner Epoche, wie den Bildhauer Antonio Canova oder den Antiken-Experten Filippo Aurelio Visconti. Doch der Zahn der Zeit nagte an dem prunkvollen Flügel der Vatikanischen Museen. Seit 2009 wurde gepinselt, geschafft, ausgebessert. Bis unter das Kassettengewölbe reichte das Gerüst. 80 Experten aus verschiedensten Fachbereichen waren an der Schönheitskur beteiligt: Restauratoren, Archäologen, Chemiker, Architekten, Ingenieure und Kunsthistoriker. Die Restaurierung der Architektur sowie der Marmorsäulen und Stuckfriese kostete laut Museum 1,6 Millionen Euro, davon flossen 700.000 Euro in die Restaurierung der rund 140 Statuen.

so/nw (dpa, Vatikanische Museen)

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