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Aktuell Europa

Varoufakis bei IWF-Chefin Lagarde

In dieser Woche könnte Griechenland finanziell die Puste ausgehen. Grund, sprich Zwang genug für Minister Varoufakis, mit den internationalen Finanzkontrolleuren den weiteren Gang der Dinge zu erörtern.

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis und IWF-Chefin Christine Lagarde bei einem Treffen im Februar 2015 in Brüssel (Foto: REUTERS/F. Lenoir)

IWF-Chefin Lagarde und der griechische Finanzminister Varoufakis bei einem Treffen im Februar in Brüssel

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis berät an diesem Sonntag mit der Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, über die Reformpläne seines von der Pleite bedrohten Landes. Das Ministerium teilte in Athen mit, bei dem Treffen in Washington handele es sich um eine "informelle Diskussion". Die internationalen Geldgeber haben die Finanzhilfen für das hoch verschuldete Griechenland eingefroren. Sie fordern von der linksgerichteten Regierung, sich auf ein Reformpaket zu einigen.

Der kommende Donnerstag als kritisches Datum

In dieser Woche naht im Schuldenstreit die Stunde der Wahrheit, als kritisches Datum gilt der Donnerstag. Dann muss Griechenland einen fälligen Kredit von rund 450 Millionen Euro an den IWF zurückzahlen. Bei einer Schaltkonferenz der Staatssekretäre aus den Finanzministerien der 19 Eurostaaten hatte es am vergangenen Mittwoch keine Gewissheit gegeben, ob Athen die Zahlung stemmen kann. Experten-Informationen zufolge hat die griechische Regierung bereits die Euro-Partner vor einem Zahlungsausfall an diesem Tag gewarnt. Das Athener Finanzministerium dementierte allerdings, eine derartige Äußerung gemacht zu haben. Der stellvertretende Ressortchef Dimitris Mardas ergänzte, sein Land werde das Geld pünktlich an den Währungsfonds zahlen.

Athener Untersuchungsausschuss zur Schuldenkrise

Am Samstag hat ein Untersuchungsausschuss des griechischen Parlaments zur Schuldenkrise des Staates seine Arbeit aufgenommen. Das Gremium will vor allem die Verantwortlichen für die Krise herausfinden. Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos erklärte in einer Zeremonie zu Beginn der Ausschussarbeit, Griechenland habe als Mitglied der Eurozone internationale Verpflichtungen übernommen. Doch habe das Land auch das Recht auf eine nationale Souveränität.

Die Opposition war gegen die Einrichtung des Ausschusses gewesen. Die Untersuchungen sollen die Amtszeit des sozialistischen Regierungschefs Giorgos Papandreou (2009 bis 2011), des parteilosen Übergangs-Regierungschefs Lucas Papademos (2011 bis 2012) und die Amtszeit der Koalitionsregierung der Konservativen und der Sozialisten (Juni 2012 bis Januar 2015) unter dem damaligen Premier Antonis Samaras betreffen.

sti/qu (ap, dpa, rtr)

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