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Fußball

Van Nistelrooy entscheidet Topspiel

Der Torjäger aus den Niederlanden erzielt im Spiel gegen Vizemeister Schalke beide Treffer zum 2:1 für Hamburg. Die beiden Aufsteiger St. Pauli und Kaiserslautern überraschen mit Auswärtserfolgen.

Die HSV-Spieler van Nistelrooy und Ze Roberto jubeln (Foto: AP)

Van Nistelrooy überragend

Der Niederländer Ruud van Nistelrooy hat das Duell der Stürmerstars gegen den Spanier Raul für sich entschieden. Der 34 Jahre alte Torjäger des Hamburger SV krönte im Topspiel des ersten Bundesliga-Spieltags seine Galavorstellung mit zwei Treffern zum 2:1 (0:0)-Sieg gegen Vizemeister FC Schalke 04. "So kann es weitergehen, das war ein Supertag", schwärmte van Nistelrooy.

Van Nistelrooy (Mitte) schiebt zum 2:1 für den HSV, keine Chance für Schalkes Torwart Neuer (r.) (Foto: AP)

Van Nistelrooy (Mitte) schiebt zum 2:1 für den HSV, keine Chance für Schalkes Torwart Neuer (r.)

"Für mich war es kein Duell gegen Raul. Er ist ein Kumpel und Freund." Die beiden Stars hatten früher gemeinsam für den spanischen Renommierclub Real Madrid gespielt. "Ich habe heute die Tore gemacht", so van Nistelrooy, "beim nächsten Mal schießt er sie halt." Schalkes Trainer Felix Magath wechselte Neuzugang Raul nach einer Stunde aus. Den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer für die Königsblauen erzielte der Peruaner Jefferson Farfan. Schalke musste die letzte halbe Stunde zu zehnt spielen. Benedikt Höwedes sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

St. Paulis spektakuläre Rückkehr

Spieler St. Paulis und Fans jubeln über den Sieg in Freiburg (Foto: AP)

St. Pauli jubelt

Einen Traumstart haben die beiden Bundesligaaufsteiger erwischt. Nach acht Jahren Abwesenheit feierte der FC Sankt Pauli einen Einstand nach Maß in der höchsten deutschen Spielklasse. Der Kultclub aus Hamburg setzte sich beim SC Freiburg trotz eines 0:1-Rückstands mit 3:1 (0:0) durch. St. Pauli drehte das Spiel durch drei Treffer in den letzten zehn Minuten. "Es war eine sehr gute Mannschaftsleistung", sagte Trainer Holger Stanislawski nach der Partie. "Es ist wichtig, dass die Jungs auch merken, dass sie wirklich Bundesliga spielen können. Das haben sie heute gezeigt."

Schnellster Platzverweis der Bundesliga-Geschichte

Kaiserslauterns zweifacher Torschütze Lakic (Foto: AP)

Kaiserslauterns zweifacher Torschütze Lakic

Erstligawürdig präsentierte sich auch der andere Aufsteiger – und das fast synchron zu St. Pauli: Auch der 1. FC Kaiserslautern lag auswärts beim 1. FC Köln hinten und gewann am Ende mit 3:1 (0:1). Dem Kroaten Srdjan Lakic gelang dabei mit zwei Treffern ein "Doppelpack". Kaiserslauterns Trainer Marco Kurz sprach hinterher von einem hochverdienten Sieg: "Es ist natürlich nicht verkehrt, als Aufsteiger mit drei Punkten zu starten. Das tut uns gut und gibt Selbstvertrauen." Kurios: Die Kölner mussten bereits von der zweiten Minute an mit zehn Spielern auskommen. Kölns Abwehrchef Youssef Mohamad sah nach 87 Sekunden wegen einer Notbremse die Rote Karte. Es war der schnellste Platzverweis der Bundesliga-Geschichte.

Genugtuung für Hoffenheim und Hannover

Hoffenheimer Spieler bejubeln tanzend einen Treffer gegen Bremen (Foto: AP)

Hoffenheimer Tor-Tanz

Überraschend kam Werder Bremen, der Drittplatzierte der vergangenen Saison, bei 1899 Hoffenheim unter die Räder. Die Hoffenheimer gewannen trotz eines frühen 0:1-Rückstands mit 4:1. Alle Treffer fielen in der ersten Halbzeit. "Wir haben Bremen keine Luft zum Atmen gelassen", freute sich Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick, der in der vergangenen Saison viel Kritik hatte einstecken müssen. "Um so zu spielen, müssen im Team wieder ein paar Dinge richtig laufen."

Hannovers Torschütze Ya Konan (Foto: AP)

Ya Konan traf für Hannover

Das gilt auch für Hannover 96. In der letzten Saison nur knapp dem Abstieg entgangen und vor einer Woche im DFB-Pokal beim Viertligisten SV Elversberg gescheitert, gelang den Niedersachsen ein 2:1 (1:1)–Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt. Trainer Mirko Slomka wirkte erleichtert. "Ich glaube zwar nicht, dass es schon so weit war, dass man wieder am Stuhl sägt." Aber jetzt wisse jeder, wo seine Mannschaft stehe. "Wir können fighten und in der Bundesliga mithalten."

Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Nürnberg werden wohl erst nach den nächsten Spielen eine solche Aussage wagen. Beiden Clubs merkte man beim 1:1 (1:1) an, dass vieles noch nicht richtig rund lief. "Nürnberg hat uns das Leben sehr schwer gemacht", sagte Gladbachs Trainer Michael Frontzeck. "Aber wir haben uns ins Spiel zurückgebissen."

Last-Minute-Sieg der Bayern

Schweinsteiger bejubelt sein Last-Minute-Tor gegen Wolfsburg (Foto: AP)

Matchwinner Schweinsteiger

Am Freitag war Meister Bayern München mit einem 2:1 (1:0)-Sieg gegen den VfL Wolfsburg in die Saison gestartet – dank eines Last-Minute-Tors von Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. "Die deutsche Meisterschaft ist keine gemähte Wiese", urteilte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. "Es wird ein hartes Stück Arbeit, den Titel zu verteidigen." Am Sonntag wird der erste Spieltag mit zwei Derbys abgeschlossen: Borussia Dortmund empfängt im West-Duell Bayer Leverkusen. Der FSV Mainz 05 tritt zum Südwest-Schlager gegen den VfB Stuttgart an.

Autor: Stefan Nestler
Redaktion: Calle Kops

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