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Flugsicherheit

USA wollen Laptop-Verbot auf Flügen ausweiten

Die US-Regierung erwägt ein komplettes Verbot von Laptops auf allen Flügen, die in die USA führen oder dort starten. Es gebe "zahlreiche Drohungen gegen die Luftfahrt" sagte Heimatschutzminister Kelly.

Die USA planen eine Anhebung der Sicherheitsstandards im Flugverkehr. Dies sagte Heimatschutzminister John Kelly im Fernsehsender Fox News. Vorgesehen seien außerdem strengere Vorgaben bei der Kontrolle des Handgepäcks. Damit solle verhindert werden, dass die Kontrolleure bei der Durchleuchtung vollgestopfter Taschen gefährliche Gegenstände übersähen. Das Verbot, Laptops im Handgepäck mitzuführen, könne auf alle internationalen Flüge in die und aus den USA ausgedehnt werden, sagte Kelly auf eine entsprechende Frage.

Kelly begründete die Verschärfung der Maßnahmen mit der Sicherheitslage. "Es gibt eine echte Bedrohung - zahlreiche Drohungen gegen die Luftfahrt", sagte Kelly. Tatsächlich sei es eine "Besessenheit der Terroristen, eine Maschine im Flug abstürzen zu lassen, vor allem eine amerikanische Maschine, voll mit Amerikanern". Am Freitag hatte Kelly auf Fox News gesagt, wenn die Menschen Bescheid wüssten über die tatsächliche Bedrohung der USA, dann würden einige ihr Haus nicht mehr verlassen.

Flughafen Laptopverbot Symbolbild (Getty Images/J. Moore)

Plakat auf dem Flughafen LaGuardia in New York

Washington hatte im März ein Laptop-Verbot bei Flügen aus acht muslimischen Ländern in die USA erlassen. Grund ist die Befürchtung, dass in ihnen Sprengsätze versteckt werden könnten. Die Geräte müssen nun mit dem Gepäck aufgegeben werden, um im Frachtraum verstaut zu werden.

Zu einer Ausweitung des Laptop-Verbots auf Flüge von Europa aus fanden Mitte Mai in Brüssel hochrangige Gespräche zwischen Vertretern der EU und des US-Heimatschutzministeriums statt, bislang ohne Ergebnis. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zeigte sich offen für verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Es gebe "viele Argumente, die dafür sprechen", die Laptops statt in der Kabine im Frachtraum zu transportieren, sagte er kürzlich in Brüssel. Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) kritisierte hingegen das geplante Verbot bei ihrem Besuch in den USA und verwies auf "Millionenschäden" für Unternehmen, deren Mitarbeiter nicht mehr im Flugzeug arbeiten können.

 stu/haz (afp, ap, rtr)

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