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Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm

USA weiten Sanktionen gegen Nordkorea aus

Im Streit um Pjöngjangs militärische Aufrüstung hat die US-Regierung nun nachgelegt. Finanz- und Außenministerium setzten weitere Firmen, Organisationen und Personen auf ihre Liste.

Nordkorea Kim Jong Un schaut sich die balistische Rakete Hwasong-12 an (Reuters/KCNA)

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un (l.) inspiziert eine balistische Rakete Hwasong-12

Die amerikanische Sanktionsliste ist um neun Firmen und Regierungsorganisationen sowie um drei Einzelpersonen verlängert worden. Das Vermögen der Betroffenen in den USA muss eingefroren werden, wirtschaftliche Transaktionen mit ihnen sind US-Bürgern fortan verboten. Die Regierung von Präsident Donald Trump reagiert damit auf die wiederholten nordkoreanischen Raketentests und die anhaltende Entwicklung von Atomwaffen. "Die USA werden auch in Zukunft gegen Personen und Körperschaften vorgehen, die für die Programme von Raketen und Nuklearwaffen verantwortlich sind oder diese unterstützen", heißt es in einer Mitteilung des US-Finanzministeriums. "Wir werden den Druck auf dieses feindselige Regime noch erhöhen."

Auch Russen von Strafmaßnahmen betroffen

Zu den Firmen, gegen die Sanktionen verhängt wurden, gehören auch zwei, die ihren Sitz in Moskau haben. Die eine habe als Zulieferer eines nordkoreanischen Unternehmens das Raketenprogramm unterstützt. Die andere habe Öl nach Nordkorea geliefert. Der Kreml zeigte sich verwundert. Sein Land bereite Gegenmaßnahmen vor, kündigte Vizeaußenminister Sergej Rybakow an.

Die Regierung in Washington bemühte sich zuletzt auch um eine Verschärfung der internationalen Sanktionen gegen das isolierte Land. An diesem Freitag soll der UN-Sicherheitsrat in New York über einen entsprechenden Vorstoß der USA und Chinas beraten. Im Vorfeld hatten die übrigen 13 Mitglieder des Sicherheitsrats ihr Einverständnis signalisiert. Allerdings ist nun ungewiss, ob die Vetomacht Russland nach der Verhängung der US-Sanktionen das Papier weiter mitträgt.

Die ersten Strafmaßnahmen wegen des Raketen- und Atomprogramms Nordkoreas hatten die UN 2006 verhängt. Zuletzt hatte die kommunistische Führung in Pjöngjang am vergangenen Montag eine Kurzstreckenrakete zu Testzwecken zünden lassen.

se/qu (rtr, dpa)

 

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