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Pariser Klimaschutzabkommen

USA weisen Kritik an Klima-Austritt zurück

Mit Gegenvorwürfen hat das Weiße Haus auf die heftigen Reaktionen zum angekündigten Ausstieg aus dem Klimaschutzabkommen von Paris reagiert. Die Mahner vor dem Klimawandel übertreiben, sagte EPA-Chef Pruitt.

USA Pressesprecher - Scott Pruitt und Sean Spicer (Getty Images/AFP/B. Smialowski)

Trumps Verteidiger: Scott Pruitt (vorne) und Sean Spicer

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Präsidentensprecher Sean Spicer sprach der Chef der US-Umweltbehörde (EPA), Scott Pruitt, von einer "mutigen" Entscheidung. "Wir haben keinen Grund uns zu entschuldigen", fuhr er fort und warf insbesondere den Europäern vor, den USA mit dem Abkommen schaden zu wollen.

"Warum wollen Europas Spitzenpolitiker, dass wir drin bleiben? Sie wissen, dass es unsere Wirtschaft weiterhin fesseln wird", sagte Pruitt, der ein entschiedener Befürworter des Austritts ist. In seinem früheren Amt als Generalstaatsanwalt des westlichen Bundesstaates Oklahoma setzte er sich vehement für die Interessen der Öl- und Gaskonzerne ein, indem er gegen von der EPA verhängte Auflagen für die Branche focht. Pruitt warf den Klimawandel-Mahnern vor, zu übertreiben.

Keine Antwort auf Trumps Position zum Klimawandel 

Auf die Frage, ob US-Präsident Donald Trump den Klimawandel inzwischen als "real" ansehe, wollte oder konnte der EPA-Chef auch nach mehrfachem Nachhaken nicht antworten. Auch Trumps Sprecher Spicer sah sich vor der im Weißen Haus versammelten Presse außerstande, sich zur Haltung des Präsidenten zur Erderwärmung zu äußern. Er habe nicht "die Gelegenheit" gehabt, mit ihm darüber zu sprechen, sagte Spicer vor den sichtlich erstaunten Journalisten.

US-Präsident Trump hatte am Donnerstag verkündet, er werde ab sofort die "schlechte" Klimaschutzvereinbarung von 195 Staaten nicht mehr umsetzen. Das Pariser Abkommen gehe einseitig zu Lasten seines Landes und koste dort Jobs. Gleichzeitig erklärte er, Verhandlungen über einen nachgebesserten Pariser Vertrag oder ein neues Abkommen beginnen zu wollen. Er machte allerdings klar, dass es ihm auch nichts ausmachen würde, wenn es zu keiner Einigung auf ein neues und besseres Abkommen komme.

Video ansehen 02:43

Entsetzen und Trotz nach Trumps Klimawende

Mit der Ankündigung Trumps, aus vom globalen Klimaabkommen von Paris, das in unzähligen Verhandlungsrunden über Jahre erarbeitet worden ist, auszusteigen, stehen die USA weitgehend isoliert da. Staats- und Regierungschef in aller Welt bekannten sich am Freitag genauso leidenschaftlich zum Klimaschutz wie Umweltschutzorganisationen.

Während des Präsidentschaftswahlkampfs hatte Trump gesagt, dass er nicht an den Klimawandel glaube. Davor hatte er ihn auch schon einmal als Erfindung der Chinesen bezeichnet, mit dem Ziel, den USA zu schaden.

qu/cw (afp, APE, rtr)

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