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Aktuell Nahost

USA warnen vor Massaker in Aleppo

Die syrische Armee rüstet sich zum Sturm auf Aleppo. Damit droht eine Schlacht um die Stadt, in der drei Milionen Menschen leben. Die US-Regierung befürchtet, dass das Assad-Regime die Zivilbevölkerung bombardiert.

Die US-Regierung hat die syrische Regierung davor gewarnt, in der Millionenmetropole Aleppo ein Massaker anzurichten. Die syrische Armee setze Panzer, Hubschrauber und Kampfflugzeuge gegen die Rebellen ein, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Victoria Nuland. "Wir machen uns Sorgen, dass wir in Aleppo ein Massaker erleben werden, und es scheint, dass sich das Regime dafür in Stellung bringt."

In der Drei-Millionen-Einwohner-Stadt Aleppo liefern sich Rebellen und Sicherheitskräfte seit sechs Tagen andauernde Kämpfe. Die Rebellen gaben am Donnerstag an, 50 Prozent der Stadt zu kontrollieren. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es aber nicht. Die Regierung verlegte Tausende Soldaten in die Gegend. Das staatliche Fernsehen berichtete, die Armee stelle Sicherheit und Ordnung in und um Aleppo wieder her.

Hilfe für Rebellen

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Erbitterte Kämpfe in Syrien

Ein militärisches Eingreifen der Vereinigten Staaten schloss Außenministeriums-Sprecherin Nuland allerdings aus. Nötig sei nicht mehr, sondern weniger Gewalt sowie der Beginn eines politischen Übergangsprozesses.

Vertreter der US-Regierung sagten aber auch, die syrische Opposition könne noch mehr Hilfe aus Washington erwarten. Voraussetzung dafür sei aber, dass sich die Rebellen eigene Rückzugsgebiete eroberten. Dann sei auch die Schaffung einer Sicherheitszone nur noch eine Frage der Zeit.

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle rief nochmals die UN-Vetomächte Russland und China auf, ihre Blockadehaltung im Weltsicherheitsrat aufzugeben, um Strafmaßnahmen gegen das Assad-Regime zu ermöglichen. Zugleich teilte er in Berlin mit, dass Deutschland seine humanitäre Hilfe für syrische Flüchtlinge um drei auf elf Millionen Euro aufstockt.

det/gd/se (dapd, dpa, rtr)

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