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Aktuell Nahost

USA warnen vor Al-Kaida-Anschlägen weltweit

Die USA haben eine weltweite Reisewarnung für ihre Bürger herausgegeben. Al-Kaida oder deren Verbündete planten Anschläge. Besonders gefährlich seien der Nahe Osten und Nordafrika. Beim Auswärtige Amt ist man noch ruhig.

Die Gefahr bestehe bis Ende August, heißt es in einer Erklärung des amerikanischen Außenministeriums. Es gebe Hinweise, dass die Terroristen besondere US-Ziele ins Visier nehmen könnten. Aber auch der öffentliche Verkehr oder touristische Ziele seien gefährdet.

Anschläge könnten insbesondere im Nahen Osten und in Nordafrika geschehen und sich womöglich auf der Arabischen Halbinsel ereignen oder von dort ausgehen, heißt es in der Erklärung weiter. "Aktuelle Informationen deuten darauf hin, dass Al-Kaida und verbundene Organisationen weiterhin Terroranschläge in der Region und darüber hinaus planen".

Botschaften bleiben geschlossen

Ohne Angabe von Gründen und ohne die Nennung von Ländern hatte das Ministerium in Washington bereits zuvor erklärt, vorsichtshalber würden an diesem Sonntag mehrere Botschaften und Konsulate der USA geschlossen. Einige der diplomatischen Vertretungen könnten auch darüber hinaus geschlossen bleiben.

Ein hochrangiger Mitarbeiter des Ministeriums sagte, betroffen seien Botschaften, die normalerweise sonntags geöffnet seien, weil dieser Tag in den jeweiligen Ländern ein Werktag sei. Das sind vor allem Gesandtschaften in islamischen Staaten, aber auch in Israel.

Auch Deutsche im Visier?

Die USA haben seit dem Anschlag auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi im September vergangenen Jahres ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Bei dem Angriff waren der Botschafter Chris Stevens und drei seiner Mitarbeiter getötet wurden. Am 7. August 1998 hatten Al-Kaida-Terroristen zeitgleich Bombenanschläge auf die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam verübt. Dabei wurden 220 Menschen getötet.

Deutschland hat seine Sicherheitshinweise für deutsche Staatsbürger zunächst nicht verändert. Das Auswärtigen Amt in Berlin erklärte dazu, die Sicherheitslage werde laufend und in enger Abstimmung auch mit den USA überprüft. "Sollte es zu einer Verschlechterung der Sicherheitslage in einem Land oder in einer Region kommen, wird darauf entsprechend reagiert."

uh/re (afp,dpa)