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Wirtschaft

USA: VW geht in Deckung

Bei der Automobilmesse in Detroit wird der Volkswagen-Chef nicht dabei sein. Nach der Dieselaffäre fährt der Konzern sein Messeprogramm deutlich herunter. Derweil steigt der Absatz des Konzerns in den USA wieder an.

VW-Chef Matthias Müller wird sich in diesem Jahr nicht auf der Automesse in Detroit sehen lassen. "Es wird kein eigenes Veranstaltungsformat des Volkswagen Konzerns geben und der Konzernvorstand wird vor diesem Hintergrund nicht an der Messe teilnehmen", teilte das Unternehmen mit. Die Messeaktivitäten des Konzerns und der Tochtermarken würden "bezüglich Effizienz und Wirkung weiterhin kritisch hinterfragt und angepasst", heißt es weiter in blumiger Sprache.

Angst vor Vorjahres-Fiasko?

VW steht in den USA besonders im Fokus: Hier war die massenhafte Manipulation von Diesel-Abgastests aufgeflogen. Für die betroffenen Autos in den USA hat sich der Konzern auf Kundenentschädigungen und Strafen eingelassen, die den Autobauer umgerechnet aktuell 16,3 Mrd Euro kosten können. In diesem Jahr richtet lediglich die Marke VW eine Vorabendveranstaltung aus, nicht der Konzern. VW und Audi sind auch mit Messeständen vertreten.

Im vergangenen Jahr hatte Müller auf einer Vorabendveranstaltung des Konzerns mit einem Radio-Interview für Irritationen gesorgt. In dem Gespräch mit dem US-Sender NPR hatte Müller den Abgas-Skandal als ein "technisches Problem" dargestellt. Der Konzern habe auch nicht gelogen. Später hatte sich VW um eine erneute Aufzeichnung des Interviews bemüht. Öffentlich hatte Müller für seine Aussagen herbe Kritik einstecken müssen, er zeige zu wenig Reue den US-Behörden

Absatzzahlen in USA wieder besser

Derweil hat Volkswagen im abgelaufenen Dezember seine Verkaufszahlen auf dem US-Markt den zweiten Monat in Folge deutlich steigern können. Der Neuwagenabsatz der Kernmarke VW kletterte verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 20,3 Prozent auf 37.229 Autos. Ob das eine Kehrtwende ist, wird sich zeigen. Denn insgesamt hat die Marke mit dem VW-Logo allerdings mit 322.948 Fahrzeugen 7,6 Prozent weniger verkauft als 2015. Vor allem beim Passat und bei Golf-Modellen wie dem neuen Sportgeländewagen Alltrack legten die Verkäufe im letzten Jahresmonat kräftig zu. Das für den US-Markt wichtigste Modell Jetta machte hingegen ein Minus von 7,1 Prozent.

nm/wen (dpa)