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WM-Qualifikation

USA verlieren Prestigeduell gegen Mexiko

Die USA verlieren das politisch aufgeheizte WM-Qualifikationsspiel gegen Mexiko und damit auch den Nimbus der Unbesiegbarkeit. US-Coach Klinsmann gerät in die Kritik.

Die USA haben erstmals nach 15 Jahren wieder eine Heimniederlage in der WM-Qualifikation kassiert. Die Amerikaner verloren gegen den Erzrivalen Mexiko in Columbus im US-Bundesstaat Ohio mit 1:2 (0:1). Kapitän Rafael Márquez erzielte per Kopf den Siegtreffer in der 89. Minute, zuvor hatte der Hamburger Bobby Wood (49.) die Führung durch Miguel Layún (20.) ausgeglichen. Carlos Salcedo sah in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte.

Das Spiel wurde überlagert durch die US-Wahl, in deren Wahlkampf der designierte Präsident Donald Trump angekündigt hatte, eine mehrere Tausend Kilometer lange Grenzmauer auf Kosten der mexikanischen Regierung bauen zu lassen. Die Spieler dagegen zeigten Einigkeit, indem sie Arm in Arm gemeinsam beim Teamfoto posierten. Mexiko steht nach dem ersten Spieltag auf Platz zwei der Sechsergruppe, die USA sind Vierter. Die ersten drei Teams qualifizieren sich direkt für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland, der Vierte trifft in den Play-offs auf den Fünften der Asien-Qualifikation.

Kritik an Klinsmann wächst

Die Last-Minute-Niederlage gegen den Erzrivalen brachte dem umstrittenen US-Trainer Jürgen Klinsmann Kritik an seiner gewagten Taktik ein. "Klinsmanns Plan, mit nicht geeignetem Personal in einem 3-5-2-System zu starten, vernichtete jede Chance, den Mexikanern gleich zu Beginn Paroli zu bieten", analysierte der TV-Sender ESPN. Nach 25 Minuten und dem 0:1-Rückstand änderte Klinsmann seine Formation. "Wir mussten etwas korrigieren, weil unsere Mittelfeldspieler nicht in die Zweikämpfe kamen", erklärte der frühere Nationalstürmer und Bundestrainer.

Für den deutschen Ehrenspielführer Klinsmann wird die Luft immer dünner. Bereits am Dienstag (Ortszeit) ist ein Erfolg in Costa Rica Pflicht. "Die Botschaft ist klar: Wir brauchen drei Punkte. Wir haben Wut in uns, die wollen wir herauslassen. Wenn wir aber so spielen wie in der zweiten Halbzeit, bin ich nicht besorgt", betonte Klinsmann.

og/to (sid, dpa)