1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

USA unterstützen Kampf gegen Boko Haram

14. Oktober 2015

Kamerun gerät zunehmend ins Visier der Islamistengruppe Boko Haram, die ihre Hochburg in Nigeria hat. Jetzt bekommt das Land Hilfe aus den USA. Präsident Obama kündigte an, 300 Soldaten zu entsenden.

https://p.dw.com/p/1GoaW
Soldaten der Armee Kameruns auf einem Truck (Foto: Ngala Chimtom/dpa)
Kameruns Armee braucht Hilfe im Kampf gegen Boko HaramBild: picture-alliance/dpa/N. Chimtom

In einem Brief informierte Präsident Barack Obama den Senat und das Repräsentantenhaus über den Militäreinsatz. Demnach will Obama 300 Soldaten nach Kamerun verlegen, um den westafrikanischen Staat im Kampf gegen die Islamistengruppe Boko Haram zu unterstützen. 90 US-Soldaten seien bereits in das Land entsandt. Ihre Aufgabe: Sammlung von Geheimdiensterkenntnissen und Aufklärung. Dazu stehen ihnen auch Drohnen zur Verfügung.

Kein Kampfeinsatz

Die Einheiten sind dem Brief zufolge zur Selbstverteidigung bewaffnet, ein Kampfeinsatz sei nicht geplant. Die Soldaten würden so lange im Kamerun bleiben, "bis ihre Unterstützung nicht mehr gebraucht" werde. Die Mission sei "Teil von breiteren regionalen Bemühungen, die Ausbreitung von Boko Haram und anderen gewalttätigen extremistischen Organisationen in Westafrika zu stoppen", sagte Obamas Sprecher Josh Earnest. Im September hatte die US-Regierung angekündigt, auch finanziell zu helfen - mit zusätzlichen 45 Millionen Dollar für Ausrüstung, militärische Ausbildung und beim Transport von Truppen.

Immer wieder Anschläge

Zuletzt waren im Norden Kameruns mindestens elf Menschen bei einem Doppelanschlag von zwei Selbstmordattentätern ums Leben gekommen. Auch im Tschad wurden am vergangenen Wochenende Anschläge mit mehr als 40 Toten verübt, die den Islamisten zugeschrieben werden. Die Armeen Nigerias, Kameruns, des Tschads und Nigers gehen inzwischen gemeinsam gegen Boko Haram vor.

Die Islamisten kämpfen seit sechs Jahren für die Errichtung eines Gottesstaates im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Schätzungsweise 17.000 Menschen wurden in dem Konflikt bisher getötet.

fab/stu (afp, rtre)