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Koreakrise

USA und Südkorea vereinbaren Neuverhandlung von Raketenabkommen

Die USA und Südkorea wollen wegen der Nordkoreakrise ihr Raketenabkommen überarbeiten. Marschflugkörper mit höherer Sprengkraft sollen künftig als Abschreckung dienen. Zudem darf Südkorea künftig mehr US-Waffen kaufen.

Südkoreas Präsident Moon Jae In und US-Präsident Donald Trump hätten sich bei einem Telefongespräch unter anderem darauf geeinigt, die Beschränkungen südkoreanischer Raketenkapazitäten zu lockern, teilte das Präsidialamt in Seoul mit.

Die Reichweite südkoreanischer Raketen ist einer beiderseitigen Vereinbarung zufolge auf maximal 800 Kilometer beschränkt. Das Gewicht der Sprengköpfe war auf maximal 500 Kilogramm festgesetzt. Jetzt will Südkorea seine Raketen mit Gefechtsköpfen von bis zu einer Tonne ausrüsten.

Ausbau der Verteidigungsfähigkeit

Moon und Trump teilten die Ansicht, dass es nötig sei, die Verteidigungsfähigkeit Südkoreas auszubauen, um den "Provokationen und Drohungen" Nordkoreas besser entgegenzuwirken, hieß es.

Einigen sich auf Militärausbau: Moon Jae-in und Donald Trump(picture alliance/newscom/K. Dietsch)

Einigen sich auf Militärausbau: Moon Jae-in und Donald Trump

Die USA haben derzeit in Südkorea 28.500 Soldaten als Abschreckung stationiert und den Verbündeten unter ihren "atomaren Schutzschild" gesetzt. Trump hat zudem Südkorea die Genehmigung erteilt, für Milliarden an Dollar Militärgerät in den USA zu kaufen, teilte das US-Präsidialamt mit.

Nordkorea international unter Druck

Der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel hat sich zuletzt verschärft. Nordkorea schoss am vergangenen Dienstag eine Mittelstreckenrakete ab, die über Japan flog und nördlich der Region Hokkaido im Pazifik landete.

Trump bezeichnete das abgeschottete Land daraufhin als zunehmende Bedrohung für die Welt. International wurde der Abschuss scharf verurteilt.

Jahrzehntelanger Kriegszustand

Formal befinden sich Südkorea und Nordkorea seit Jahrzehnten im Kriegszustand. Der Korea-Krieg von 1950 bis 1953 endete mit einem Waffenstillstand. Einen Friedensvertrag gibt es nicht.

cgn/haz (afp, dpa, rtr)