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Atomstreit mit Nordkorea

USA und Südkorea beginnen mehrtägiges Seemanöver

Inmitten des verschärften Konflikts um Nordkoreas Atomprogramm haben die Streitkräfte der USA und Südkoreas ein großes Seemanöver vor der Küste der koreanischen Halbinsel begonnen. Nordkorea wertet dies als Aggression.

Hongkong USS Ronald Reagan (Getty Images/AFP/A. Wallace)

Der Flugzeugträger USS Ronald Reagan

An dem fünftägigen Manöver beteiligen sich etwa 40 Marineschiffe einschließlich des Flugzeugträgers USS Ronald Reagan sowie zwei US-Zerstörer, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mitteilte. Nach Angaben der 7. Flotte der US-Kriegsmarine soll die Übung "einen sichtbaren und koordinierten Einsatz der Allianz" demonstrieren. Die Übungen sollen sowohl im Japanischen Meer als auch im Gelben Meer vor der Westküste stattfinden. 

Beide Verbündeten halten regelmäßig gemeinsame Übungen zu Wasser, Land und in der Luft ab. Nordkorea wirft den USA vor, durch ihre Manöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder bestreiten. In den vergangenen Monaten hatten sich die Spannungen in der Region deutlich verschärft.

Südkorea USS Michigan (Reuters/U.S. Navy/W. Carlisle)

Auch das us-amerikanische U-Boot USS Michigan nimmt an dem Manöver teil

Am Sonntag betonte Außenminister Rex Tillerson jedoch, dass Präsident Donald Trump eine diplomatische Lösung im Konflikt um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm wolle. "Diese diplomatischen Bemühungen werden weitergehen, bis die erste Bombe fällt", sagte Tillerson dem Sender CNN. Trump hatte mehrfach mit Alleingängen gegen die kommunistische Führung in Pjöngjang gedroht. Der UN-Sicherheitsrat hatte nach dem sechsten Atomtest Nordkoreas vom 3. September die Sanktionen gegen das Land ausgeweitet. Mit dem Test hatte das diplomatisch isolierte Nordkorea gegen UN-Resolutionen verstoßen. 

as/ml (dpa, rtre)