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Politik

USA und Nordkorea nähern sich im Atomstreit an

Im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm kommen die USA Nordkorea entgegen. Erstmals bietet Washington Pjöngjang eine Sicherheitsgarantie, falls Nordkorea seinen Plutonium-Reaktor abschaltet.

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Am sechseckigen Tisch kommen sich Amerikaner und Asiaten näher

Bei den Sechs-Länder-Gesprächen in Peking haben am Dienstag die USA Nordkorea einen Vierstufenplan zur Aufgabe seines Atomwaffenprogramms vorgeschlagen. Im ersten Schritt soll Nordkorea den Betrieb seines Plutonium-Reaktors einstellen und internationale Inspektionen zulassen. Als Gegenleistung bieten die USA dem kommunistischen Land die geforderte schriftliche Sicherheitsgarantie an, meldet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Bisher hatten die USA betont, Nordkorea für den ersten Schritt nicht belohnen zu wollen. Der US-Gesandte Christopher Hill, der sein Land bei den Sechs-Parteien-Gesprächen in Peking vertritt, wollte sich am Mittwoch nicht dazu äußern. Zum Verlauf der Beratungen sagte Hill: "Derzeit bin ich weder pessimistisch noch optimistisch."

Nahrungsmittel gegen Inspektionen

Ein nordkoreanischer Diplomat sagte, das Angebot sei "der erste konkrete amerikanische Vorschlag" am Verhandlungstisch. Nordkoreas Unterhändler Kim Kye Gwan habe nicht sofort darauf geantwortet, sondern erneut die Aufgabe der US-Finanzsanktionen gefordert. Neben Nordkorea und den USA nehmen beteiligen sich auch Südkorea, China, Russland und Japan an den Gesprächen. Chinas Außenminister Li Zhaoxing sprach von "einem neuen Konsens" zwischen den Teilnehmern. Alle hätten sie das Ziel einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel bekräftigt. Auch hielten sie an der Erklärung vom September 2005 fest, in der sich Nordkorea zur Aufgabe seines Atomwaffenprogramms bereit erklärt hatte.

Nordkorea Atomprogramm - Verhandlungen in Peking

Die nordkoreanische Delegation unter Kim Kye Gwan

Im zweiten Schritt des amerikanischen Vierstufenplans soll Nordkorea seine Atomeinrichtungen für Inspektionen durch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) auflisten und dann Nahrungsmittel und andere Wirtschaftshilfen erhalten. In der dritten und vierten Phase solle Nordkorea sein Atomwaffenprogramm beseitigen und eine ständige Überwachung zulassen. Die direkten Gespräche mit Nordkorea beschrieb US-Unterhändler Hill als "geschäftsmäßig". "Wir hatten einen gesunden Meinungsaustausch, und wir haben versucht, die Denkweise des anderen zu verstehen, um herauszubekommen, welche Fragen wichtig sind und warum sie wichtig sind."

Fortsetzung im Januar

Nach der Vorlage des Plans kamen die USA am Mittwoch zu einem zweiten bilateralen Gespräch mit Nordkorea zusammen. Laut Beobachtern gehen die USA mit ihrem Angebot über bisherige Vorschläge hinaus und kommen Nordkorea entgegen, um ein Einfrieren der Atomaktivitäten zu erreichen. Die Gespräche in Peking sollen bis Ende der Woche laufen, einen Tag länger als ursprünglich gedacht, und dann im Januar fortgesetzt werden. Allerdings garantiere dies keine konkreten Ergebnisse. Die Delegationen hätten nun mit "substanziellen Diskussionen" über die Kernpunkte begonnen, die ihnen am wichtigsten seien. (ask)

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