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Politik

USA und Nordkorea lösen Finanzstreit

Wieder ein Fortschritt in einem der großen internationalen Konflikte: Zum Beginn der neuen Verhandlungsrunde im Atomstreit mit Nordkorea haben die USA eine wichtige Zusage umgesetzt.

Verhandlungstisch in Peking mit allen Teilnehmern der Sechsparteiengespräche, Quelle: AP

China hofft als Gastgeber darauf, dass sich alle "anpassungsfähig, pragmatisch und konstruktiv zeigen"

Die USA und Nordkorea haben einen Streit über 25 Millionen Dollar (19 Millionen Euro) beigelegt, wie der stellvertretende US-Handelsstaatssekretär Daniel Glaser am Montag (19.3.07) berichtete. Das von den USA eingefrorene nordkoreanische Geld werde über ein Konto der Bank of China in Peking an Pjöngjang überwiesen und dort für Bildungs- und humanitäre Zwecke verwendet.

Nach einem Jahr Blockade

Nordkorea hat bestätigt, dass es sich an die jüngsten Abmachungen halten und sein Atomprogramm einstellen wolle. Verhandlungsführer Kim Kye Gwan habe bei den Verhandlungen in der chinesischen Hauptstadt Peking gesagt, dass die nordkoreanische Führung den Atomreaktor Yongbyon nördlich der Hauptstadt Pjöngjang stilllegen werde, sobald die USA ihre Sanktionen gegen das Land aufheben würden, sagte ein nordkoreanischer Regierungsmitarbeiter in Peking.

Verhandlungteilnehmer Christopher Hill

Christopher Hill: "Wir konnten mit der Volksrepublik ein Einverständnis über die vollständige Rückgabe der Gelder erzielen."

Der chinesische Fernsehsender CCTV berichtete unter Berufung auf nordkoreanische Gesprächsteilnehmer, dass Pjöngjang mit Vorbereitungen begonnen habe, um seine Atomanlagen stillzulegen. Der Disput um die US-Sanktionen wegen Geldwäsche und anderer illegaler Aktivitäten hatte die Atomgespräche mehr als ein Jahr blockiert.

Erst Geld, dann abschalten

Die USA hatten das bei der Banco Delta Asia mit Sitz in Macau deponierte Geld wegen des Verdachts der Geldwäsche vor 19 Monaten eingefroren. Washington sagte im Februar im Rahmen einer internationalen Vereinbarung über das nordkoreanische Atomprogramm zu, den Konflikt bis Mitte März zu lösen.

In Peking hat am Montag eine neue Runde von Sechs-Parteien-Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm begonnen. Zur Eröffnung der Verhandlungen sagte der chinesische Unterhändler Wu Dawei, die bisherigen Bemühungen hätten günstige Bedingungen zur Umsetzung des bereits Vereinbarten geschaffen. Zugleich rief er die Vertreter Nord- und Südkoreas, der USA, Russlands und Japans dazu auf, noch bestehende Hindernisse zu überwinden. (kas)

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