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Golfemirat

USA und Katar wollen enger zusammenarbeiten

Mitten in der Katar-Krise vereinbaren die USA und das Golfemirat eine Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf. US-Außenminister Tillerson versucht in dem Konflikt mit anderen arabischen Staaten zu vermitteln.

Rex Tillerson in Katar (picture-alliance)

US-Außenminister Tillerson ist auf Vermittlungsreise

Die USA und das von seinen arabischen Rivalen isolierte Emirat Katar wollen im Kampf gegen den Terrorismus enger zusammenarbeiten. US-Außenminister Rex Tillerson und sein katarischer Kollege Abdulrahman al-Thani unterzeichneten in Doha ein entsprechendes Abkommen. Ziel sei es, die "Finanzierung von Terrorismus" zu unterbinden, hieß es.

Golf-Reise wegen Krise um Katar

Tillerson war am Montag an den Golf gereist, um mit Katar und seinen Gegnern Gespräche zur Entschärfung des Konflikts zu führen - Saudi-Arabien und seine Verbündeten isolieren Doha seit Anfang Juni. Der US-Außenminister sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz, das neue Abkommen solle dabei helfen, "den Terrorismus aus der Welt zu schaffen". Die Vereinbarung schließe an die Reise von US-Präsident Donald Trump nach Saudi-Arabien im Mai an: "Präsident Trump hatte eindringlich zu Maßnahmen gegen den Terror aufgerufen, dies ist eine von vielen Aktionen, um damit zu beginnen", sagte Tillerson.

Katar sei der erste Staat, der mit den USA ein Abkommen gegen Terrorfinanzierung schließt, sagte Katars Außenminister al-Thani. Er rief Saudi-Arabien und die anderen Gegner Dohas dazu auf, sich der Vereinbarung mit den USA anzuschließen.

Gespräche mit anderen arabischen Staaten

Am Mittwoch wird Tillerson in Saudi-Arabien zu Gesprächen erwartet. In Dschiddah trifft er sich nach Angaben der Regierung in Kairo mit dem ägyptischen Außenminister und seinen Kollegen aus Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten. 

Die vier arabischen Staaten hatten Anfang Juni ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Verkehrs- und Handelsblockade gegen den gasreichen Wüstenstaat verhängt. Sie werfen Katar eine Unterstützung von Terrorgruppen und eine zu große Nähe zu Saudi-Arabiens Erzrivalen Iran vor. Katar weist die Anschuldigungen zurück und bezeichnet den Boykott als Versuch einer Schwächung des Landes. Eine Liste mit 13 Forderungen, darunter auch die Schließung des Nachrichtensenders Al-Dschasira, lehnt Katar ab.

Die USA befürchten, dass die Krise ihre militärische Präsenz und ihren Anti-Terror-Kampf in der Region beeinträchtigen könnte. In Katar liegt der größte amerikanische Stützpunkt in der Region.

wo/sti (afp, rtr)

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