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Blockade des Golfemirats

USA und Großbritannien vermitteln in Katar-Krise

US-Außenminister Tillerson ist in Kuwait. Dort sucht er nach Lösungen für die Katar-Krise und ruft zusammen mit Großbritannien zum Dialog auf. Denn Katar ist für die USA im Anti-Terror-Kampf wichtig.

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Tillerson vermittelt in Katar-Krise

Die USA, Großbritannien und Kuwait dringen auf eine rasche Beilegung der schweren diplomatischen Katar-Krise. Der Konflikt müsse "so bald wie möglich durch Dialog" gelöst werden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung in Kuwait-Stadt. US-Außenminister Rex Tillerson und der britische nationale Sicherheitsberater Mark Sedwill brachten darin mit dem kuwaitischen Außenminister Scheich Sabah al-Khaled al-Sabah ihre "tiefe Sorge" zum Ausdruck.

Tillerson und Sedwill waren zu Gesprächen über die Katar-Krise nach Kuwait gereist, das in dem Konflikt als Vermittler auftritt. Am Abend stand nach Angaben des US-Außenministeriums zunächst ein Treffen mit dem Emir von Katar, Scheich al-Ahmad al-Dschabir as-Sabah, auf dem Programm. Bis Donnerstag will der US-Außenminister zur Entschärfung der Krise zudem Gespräche in Katar und Saudi-Arabien führen.

Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten hatten Anfang Juni alle diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Verkehrs- und Handelsblockade gegen den gasreichen Wüstenstaat verhängt. Zuletzt hatten sie mit weiteren Sanktionen gegen Katar gedroht.

Sorge um Anti-Terror-Kampf

Die Golfstaaten werfen Katar eine Unterstützung von Terrorgruppen und eine zu große Nähe zu Saudi-Arabiens Erzrivalen Iran vor. Eine Liste mit 13 Forderungen, darunter auch die Schließung des Nachrichtensenders Al-Dschasira, wies Katar zurück. Katar bestreitet, Extremistenorganisationen finanziell unter die Arme zu greifen, und bezeichnet den Boykott als Versuch einer Schwächung des Landes.

Katar ist für die USA ein wichtiger Verbündeter. Dort befindet sich der größte US-Militärstützpunkt der Region. Auf der Luftwaffenbasis Al-Udeid sind mehr als 10.000 US-Soldaten stationiert. Die USA befürchten, dass die Krise ihre militärische Präsenz und ihren Anti-Terror-Kampf in der Region beeinträchtigen könnte.

pab/wa (afp, dpa)

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