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Aktuell Welt

USA und Frankreich wollen Anti-Terror-Kampf eng abstimmen

Nach den Terroranschlägen von Paris wollen Frankreich und die USA im Kamf gegen die Islamisten-Miliz IS enger zusammenrücken. Dies kündigte US-Außenminister Kerry nach einem Treffen mit Präsident Hollande an.

Zugleich teilte Außenminister John Kerry nach seiner Unterredung mit dem französischen Staatschef François Hollande in Paris (Artikelbild, Kerry rechts) mit, dass die Vereinigten Staaten angesichts der Terroroffensive des "Islamischen Staates" (IS) ihre Angriff auf die Dschihadisten verstärken würden.

"Jeder wird verstehen, dass wir angesichts der Attacken im Libanon, angesichts dessen, was in Ägypten passiert, in Ankara, der Türkei und jetzt in Paris unsere Bemühungen intensivieren müssen, sie im Kern zu treffen. Dort, wo sie diese Dinge planen", sagte Kerry. Der IS kontrolliert größere Gebiete im Irak und in Syrien und hat dort ein Islamisches Kalifat ausgerufen. Die Terrormiliz hat sich zu den Anschlägen in Paris mit 129 Toten bekannt.

Geheimdienste kooperieren

Kerry kündigte an, Frankreich und die USA hätten gemeinsame Pläne "in verschiedenen Bereichen, um noch effektiver zu werden" und Informationen auszutauschen. Bereits am Montag hatte US-Verteidigungsminister Ashton Carter in Washington angekündigt, dass die Geheimdienste der USA und Frankreichs jetzt enger zusammenarbeiten würden. Er und Geheimdienst-Direktor James Clapper hätten den US-Diensten eine entsprechende Anweisung erteilt.

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Rede von Hollande: Wir befinden uns im Krieg

"Schulter an Schulter"

Bereits bei seiner Ankunft in Paris hatte Kerry Frankreich die volle Unterstützung seines Landes im Kampf gegen den IS zugesichert. Die Vereinigten Staaten würden "Schulter an Schulter" neben Frankreich stehen. Der "Islamische Staat" werde besiegt werden. Präsident Hollande strebt die Bildung einer großen internationalen Allianz gegen die Terrorgruppe an und will darüber in den nächsten Tagen mit US-Präsident Barack Obama und dem russischen Staatschef Wladimir Putin sprechen.

Der iranische Präsident Hassan Ruhani erklärte in einem Telefongespräch mit Hollande, der IS müsse "mit all unserer Macht" bekämpft werden. Beide Politiker hätten die Bedeutung der Wiener Syrien-Gespräche hervorgehoben, teilte das Präsidialamt in Paris mit.

wl/kle (dpa, afp, rtr)

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