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Nordkoreas Atomprogramm

USA und China ermahnen Nordkorea

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage haben sich die Präsidenten Chinas und der USA, Xi und Trump, in einem Telefonat beraten. Befürchtet wird, dass Nordkorea am Dienstag einen weiteren Raketen- oder Atomtest vornimmt.

USA Donald Trump und Xi Jinping (Reuters/C. Barria)

Am 7. April besuchte der chinesische Präsident Xi (r.) Trump in den USA

China, Japan und die USA haben das isolierte Nordkorea mit Nachdruck vor weiteren Provokationen gewarnt. Der chinesische Staatschef Xi Jinping rief alle Seiten zu äußerster Zurückhaltung auf. In einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump versicherte er, Peking sei strikt gegen das nordkoreanische Atomprogramm, das die Resolutionen des Weltsicherheitsrates verletze. Xi mahnte zugleich, man müsse alle Handlungen vermeiden, die die Spannungen auf der Koreanischen Halbinsel weiter verschärften, wie das chinesische Außenministerium in einer Erklärung bekannt gab. Wenn sich alle Beteiligten "auf halbem Weg" treffen würden, könnte der Streit mit Nordkorea gelöst werden, zeigte sich Xi zuversichtlich. Mit Trump vereinbarte er, in engem Kontakt zu bleiben, um sich bei Bedarf "umgehend" austauschen zu können. Peking gilt als einziger Verbündeter des kommunistischen Regimes in Pjöngjang.

"Atomprogramm eine ernste Gefahr"

Der US-Präsident telefonierte auch eine halbe Stunde lang mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe. Anschließend berichtete der Ministerpräsident, er sei sich mit Trump darin einig gewesen, Pjöngjang angesichts wiederholter gefährlicher Provokationen eindringlich aufzufordern, sich zurückzuhalten. Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm stelle eine ernste Gefahr für die Sicherheit Japans und der internationalen Gemeinschaft dar.

Die japanische Marine begann am Sonntag im westlichen Pazifik ein gemeinsames Manöver mit dem US-Flugzeugträgerverband unter Leitung der "USS Carl Vinson". In den nächsten Tagen sollen die US-Kriegsschiffe in den Gewässern nahe der Koreanischen Halbinsel eintreffen.

Nordkorea Militärparade (Reuters/KCNA )

Bei der Militärparade vor einer Woche in Pjöngjang präsentierte Nordkorea auch sein Raketenarsenal

Neuer Test am Dienstag?

Im Streit um das Atomprogramm hatten die Spannungen zwischen Washington und Pjöngjang zuletzt zugenommen. Machthaber Kim Jong Un drohte mit einem Atomkrieg und kündigte weitere Raketentests an. Am Sonntag vor einer Woche war ein Versuch fehlgeschlagen. Die Rakete explodierte unmittelbar nach dem Start. Es wird befürchtet, dass Nordkorea am Dienstag - zum 85. Gründungstag der Volksarmee - einen neuen Raketentest oder sogar einen sechsten Atomversuch unternehmen könnte.  

se/as (afp, ap, rtr, dpa)

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