1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Im Visier Washingtons

USA strafen Venezuelas Vizepräsidenten ab

Den ohnehin schlechten Beziehungen zwischen den USA und Venezuela droht eine weitere Belastungsprobe: Nach Angaben des US-Finanzministeriums wird Washington Sanktionen gegen Vizepräsident Tareck El Aissami verhängen.

Video ansehen 00:33

US-Sanktionen gegen Venezuelas Vize-Präsidenten

Die Sanktionen sind eine Konsequenz aus einer zweijährigen Ermittlung der US-Regierung gegen El Aissami, dem Verwicklungen in Geldwäsche und Drogenhandel vorgeworfen werden. El Aissami hatte die Anschuldigungen stets abgestritten. Wie das US-Finanzministerium mitteilte, wird Venezuelas Nummer Zwei künftig auf einer Liste von Personen geführt, deren Vermögen eingefroren werden und mit denen niemand aus den USA Handel betreiben darf. Auf der Liste stehen etwa der mexikanische Drogenboss Joaquín Guzmán Loera (El Chapo) und die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK.

Die US-Regierung betonte, die Sanktionen seien nicht politischer oder wirtschaftlicher Natur, sondern lediglich die Folge eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens.

El Aissami war Anfang des Jahres von Staatchef Nicolas Maduro zum Vizepräsidenten ernannt worden - eine Entscheidung, die einige mächtige US-Senatoren erzürnt hatte. Das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und dem ölreichen Venezuela, das unter einer schweren Wirtschaftskrise leidet, hatte sich schon unter US-Präsident Barack Obama verschlechtert. Die geplanten Sanktionen dürften die Beziehungen weiter strapazieren.

Die amerikanische Regierung hat bereits einige Offizielle des Landes mit Sanktionen belegt. El Aissami wäre der höchstrangige Vertreter Venezuelas, der von Washington sanktioniert wird.

hk/djo (dpa, afp)

 

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema