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Aktuell Nahost

USA schicken weitere Militärs in den Nordirak

Rund 130 zusätzliche Militärbeobachter sollen prüfen, wie die von Islamisten bedrohten Zivilisten in Sicherheit gebracht werden können. Es sollen immer noch Zehntausende sein, die im Gebirge Zuflucht gesucht haben.

Die amerikanischen Militärs waren schon am Dienstag eingetroffen, wie Verteidigungsminister Chuck Hagel mitteilte. Sie sollen feststellen, welche weiteren Schritte beim humanitären Einsatz zum Schutz der Jesiden und anderer Minderheiten im Nordirak unternommen werden können, so Hagel.

USA: keine Kampftruppen

Allerdings, so bekräftigte Hagel vor Marineinfanteristen in Camp Pendleton in Kalifornien, wollten die USA keine Kampftruppen entsenden. Mit der Entsendung der Militärberater steigt die Zahl der im Irak stationierten US-Soldaten auf fast 1000.

Die US-Armee hatte vergangene Woche auf Anordnung von Präsident Barack Obama Luftangriffe gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gestartet, um ihren Belagerungsring um die Sindschar-Berge zu durchbrechen und ihren Vormarsch auf die kurdische Metropole Erbil zu stoppen. Laut Pentagon flog die Luftwaffe zuletzt täglich 50 bis 60 Kampf- und Hilfseinsätze.

Versorgungspakete werden abgeworfen

Neben der amerikanischen Luftwaffe werfen auch irakische und britische Flugzeuge Hilfspakete mit Nahrungsmitteln und anderen Versorgungsgütern ab. Zur Unterstützung der Hilfstransporte hat London auch Tornado-Aufklärungsflugzeuge geschickt, die ihre Mission von einem Fliegerhorst auf Zypern aus erfüllen sollen.

Die Vereinten Nationen hatten zuletzt gewarnt, in dem Gebirge seien noch 20.000 bis 30.000 Menschen gestrandet, insbesondere Mitglieder der religiösen Minderheit der Jesiden. Die UN-Expertin für die Rechte von Minderheiten, Rita Izsák, erklärte, es drohten Gräueltaten und womöglich ein Völkermord.

uh/sti (dpa,afp)