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Aktuell Welt

USA schicken wegen Nordkorea weitere Zerstörer nach Japan

Die nordkoreanischen Raketentests lassen Washington nicht ruhen. Um dem kommunistischen Regime einmal mehr seine Grenzen aufzuzeigen, werden zwei weitere US-Kriegsschiffe in Japan stationiert.

Vor dem Hintergrund erhöhter Spannungen in Ostasien wollen Japan und seine Schutzmacht USA die Sicherheitskooperation stärken. Washington werde zwei weitere mit dem Antiraketen-System AEGIS ausgestattete Zerstörer (Archivfoto) in Japan stationieren, teilte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel bei einem Treffen mit seinem japanischen Kollegen Itsunori Onodera in Tokio mit. Dies solle bis 2017 erfolgen. Die Initiative sei eine Reaktion auf das "provokative und destabilisierende Verhalten" Nordkoreas, sagte Hagel. Die USA haben in der Region bereits fünf solcher Zerstörer stationiert.

Das kommunistische Regime in Pjöngjang hatte zuletzt am 26. März zwei ballistische Mittelstreckenraketen in Richtung Japan abgefeuert. Die Geschosse stürzten nach südkoreanischen Angaben nach einer Flugstrecke von rund 650 Kilometern ins Meer. Theoretisch kann Nordkorea mit den Raketen große Teile Japans treffen, weil sie eine Reichweite von bis zu 1300 Kilometern haben.

US-Verteidigungsminister Chuck Hagel begüßt seinen japanischen Kollegen Itsunori Onodera in Tokio (Foto: Reuters)

Shakehands unter Freunden: der japanische Verteidigungsminister Onodera begrüßt seinen US-Kollegen Hagel

Mit Blick auf Japans Streit mit China um unbewohnte Inseln im Ostchinesischen Meer sprachen sich Hagel und Onodera gegen Versuche aus, den Status Quo mit Gewalt zu ändern. Hagel begrüßte das Bestreben der Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe, Japan das Recht auf kollektive Selbstverteidigung zu geben, also das Recht, in Konflikten für Verbündete - namentlich die USA - zu kämpfen, selbst wenn Japan nicht direkt angegriffen wird. Hierzu will Abe die Interpretation der pazifistischen Verfassung ändern.

Die USA und Japan wollen zudem ihre Kooperation bei Verteidigungstechnologien ausbauen, nachdem Japan kürzlich seine Richtlinien für Waffenexporte gelockert hatte. Hagels Gespräche in Tokio dienen als Vorbereitung für den bevorstehenden Staatsbesuch von US-Präsident Barack Obama in Japan. Obama und Abe treffen sich am 24. April. Hagel reist an diesem Montag nach China weiter.

sti/qu (afp, dpa, rtr)

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