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Der Konflikt zwischen USA und Nordkorea

USA schicken Bomber an Nordkoreas Küste

Das Pentagon lässt Bomber und Kampfjets entlang der Ostküste Nordkoreas fliegen, um die Konfliktbereitschaft Washingtons zu bekräftigen. Pjöngjangs Außenminister rüstete derweil - verbal - vor den UN in New York auf.

US-Präsident Donald Trump richte mit dem Flugmanöver eine direkte Botschaft an die Führung in Pjöngjang, erklärte das Verteidigungsministerium in Washington. "Diese Mission ist eine Demonstration der Entschlossenheit der USA und eine klare Botschaft, dass dem Präsidenten viele militärische Möglichkeiten zur Abwehr jeglicher Bedrohung zur Verfügung stehen", sagte Pentagon-Sprecher Dana White.

Tief in den Norden hinein

Noch nie im 21. Jahrhundert seien US-Kampfflugzeuge vor der nordkoreanischen Küste derart weit nach Norden vorgedrungen, fügte White hinzu. Dieses Vorgehen solle "unterstreichen, wie ernst wir das rücksichtslose Verhalten der Demokratischen Volksrepublik Korea nehmen". Die USA seien bereit, "die ganze Palette militärischer Fähigkeiten auszunutzen, um die USA und unsere Verbündeten zu schützen".

Den Angaben zufolge flogen US-Kampfbomber vom Typ B-1B flankiert von Gefechtsjets entlang der Ostküste Nordkoreas nach Norden. Mit dem Flugmanöver reagierte Washington auf die zunehmende Eskalation des Streits mit Pjöngjang. 

Unterdessen erklärte der nordkoreanische Außenminister, dass nach der UN-Rede von US-Präsident Donald Trump ein Raketenangriff seines Landes auf die Vereinigten Staaten unausweichlich sei. Der "Besuch unserer Raketen im gesamten US-Festland ist unvermeidlich geworden", sagte Ri Yong-ho in seiner Rede bei der UN-Generaldebatte in New York. Nordkorea werde "erbarmungslose, präventive Schritte" ergreifen, wenn die USA versuchten, das Hauptquartier in Pjöngjang oder das Militär Nordkoreas zu "köpfen".

Der nordkoreanische Außenminister Ri Yong-ho vor der UN-Generalversammlung in New York (Foto: Reuters/E.Munoz)

Der nordkoreanische Außenminister Ri Yong-ho vor der UN-Generalversammlung in New York

Krieg der Worte

In seiner Ansprache konterte Ri die harte Rhetorik Trumps mit ähnlich scharfen Tönen. Trump sei ein "Geisteskranker voller Größenwahn und Selbstgefälligkeit", sagte Ri. "Niemand außer Trump selbst ist auf einer selbstmörderischen Mission", sagte Ri, der damit Trumps Angriff auf Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un zitierte. Trump hatte Kim als "Raketenmann auf einer selbstmörderischen Mission" bezeichnet.

Trump mangele es an "grundlegendem Allgemeinwissen". Falls unschuldige Amerikaner im Konflikt beider Länder verletzt werden sollten, sei Trump dafür "total verantwortlich". Nordkorea befinde sich auf dem Weg zu einer Nuklearmacht und handle dabei auch verantwortlich, sagte Ri. Diesen Status müsse sich das kommunistisch regierte Land von keinem anderen Staat bescheinigen lassen. "Unser letztes Ziel ist, mit den USA eine Machtbalance herzustellen", so Ri weiter. 

Mit Raketen- und Atombombentests hatte sich Nordkorea zuletzt wiederholt über Verbote des UN-Sicherheitsrats hinweggesetzt. Die USA wollen unbedingt verhindern, dass Nordkorea seine Waffentechnik so weit entwickelt, dass es Atomraketen auf das US-Festland abfeuern kann.

sti/haz (afp, dpa, rtr)