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Korea-Krise

USA, Russland und China halten Manöver nahe Nordkorea ab

Mitten in der Nordkorea-Krise haben Russland und China sowie die USA und Südkorea Militärmanöver in der Nähe des isolierten Landes gestartet.

Der chinesische Zerstörer Shijiazhuang während des Manövers nahe Wladiwostok (picture-alliance/dpa/Sputnik/V. Ankov)

Der chinesische Zerstörer Shijiazhuang während des Manövers nahe Wladiwostok

Nach den jüngsten Atom- und Raketentests Nordkoreas haben die US-Streitkräfte erneut strategische Langstreckenbomber für eine Abschreckungsübung nach Südkorea geschickt. Zwei B-1B-Bomber hätten zusammen mit vier amerikanischen F-35B-Mehrzweckkampfflugzeugen und südkoreanischen Kampfjets ihre Angriffsfähigkeiten erprobt, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit. Nach Berichten südkoreanischer Medien wurden dabei Bombenabwürfe nahe der Grenze zu Nordkorea simuliert. 

Ein B1B-Bomber während einer Übung Ende August (Getty Images/South Korean Defense Ministry)

Ein B-1B-Bomber während einer Übung Ende August

Das Ministerium bezeichnete das Manöver als "Teil eines regulären Abschreckungstrainings" gegen die Bedrohung durch Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm. Die USA hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach Bomber über Südkorea fliegen lassen, um Stärke zu demonstrieren. Die US-Flugzeuge flogen den Berichten zufolge nach dem Manöver wieder zu ihren Stützpunkten in Japan und auf der Pazifikinsel Guam zurück. 

Unterdessen hielten China und Russland ebenfalls  ein Manöver ab. Die russisch-chinesische Übung konzentriert sich der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge auf ein Gebiet zwischen dem russischen Hafen Wladiwostok an der Grenze zu Nordkorea und dem nördlich von Japan gelegenen Teil des Ochotskischen Meeres. Xinhua brachte das Manöver nicht direkt mit dem Streit über Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm in Zusammenhang. 

Nordkoreas Erbherrscher Kim Jong Un auf einem nach dem letzten Raketentest veröffentlichten Bild (Reuters/KCNA)

Nordkoreas Erbherrscher Kim Jong Un auf einem nach dem letzten Raketentest veröffentlichten Bild

Die schon seit Jahren andauernden Spannungen wegen Nordkoreas Atom- und Raketenpolitik hatten in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Die Regierung in Pjöngjang meldete Anfang September den sechsten und bisher stärksten Atomtest des Landes und ließ am Freitag zum zweiten Mal binnen drei Wochen eine Rakete über Japan hinweg schießen. Der Sicherheitsrat verurteilte zwar den Test, einigte sich aber vorerst auf keine weiteren Schritte. Erst vor einer Woche hatte das wichtigste UN-Gremium die Sanktionen gegen Nordkorea wegen dessen Atomtests am 3. September erweitert. 

stu/sam (dpa, rtr)

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