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Europa

USA reagieren auf Terroranschläge in der Türkei

Auf die Anschlagsserie in der Türkei hat die US-Regierung mit der Schaffung eines Sonderbeauftragten reagiert. Gleichzeitig verurteilte die Bushregierung die Anschläge in der Türkei , die von der PKK "gesponsort" seien.

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Der Türkische Premier Erdogan, hier mit US-Außenministerin Rice, bittet die USA schon lange um Unterstützung im Kampf gegen die PKK

Die Bushregierung hat den früheren Nato-Oberbefehlshaber Joseph Ralston zum Spezialbeauftragten für die Eindämmung des PKK-Terrors ernannt. Ralston soll seine Aktivitäten mit der türkischen und der irakischen Regierung koordinieren, von deren Territorium im kurdischen Norden des Irak die PKK einen Großteil ihrer Aktivitäten entfaltet.

Die Ernennung Ralstons geht auf eine Bitte des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan zurück, der Präsident Bush bei seinem Besuch in Washington Anfang Juli um größere Unterstützung bei der Bekämpfung der PKK gebeten hatte. Die türkische Regierung behauptet, dass die PKK seit 1984 30.000 Menschen getötet hat.

Türkei verlangt die gleiche Unterstützung wie Israel

In Ankara zeigte man sich enttäuscht darüber, dass die USA es zwar Israel erlaubt hatten die Hisbollah militärisch zu bekämpfen, eine ähnliche Unterstützung für die Bekämpfung der PKK den Türken bislang jedoch versagt blieb. Seit Wochen hatte man in Washington deshalb nach einer Persönlichkeit gesucht, die über die notwendigen Qualifikationen verfügt, um die herausgehobene Position, die im US-Außenministerium angesiedelt ist, zu bekleiden.

"General Ralston bringt einzigartige Vorraussetzungen für die Aufgabe mit. Er hat lange Zeit in Europa gedient, sowohl als Nato-Oberbefehlshaber wie auch als Kommandeur der US-Streitkräfte in Europa", sagt Außenamtssprecher Tom Casey. "Und da die PKK nun mal eine Terrororganisation ist, müssen alle Bereiche unserer Regierung bei ihrer Bekämpfung zusammenarbeiten, nicht nur auf der politisch-diplomatischen Ebene, sondern auch auf der militärischen."

US-Spezialbeauftragter ist Ansprechpartner für Ankara

Ralston soll nicht nur den Kontakt zur irakischen Regierung halten, von dessen Territorium im kurdischen Norden des Landes die PKK operiert, er ist auch Ansprechpartner für die türkische Regierung. "Dies unterstreicht unser Engagement, um in Zusammenarbeit mit der irakischen und der türkischen Regierung den Terror der PKK zu unterbinden, ob er nun von irakischem Grund und Boden ausgeht oder von anderswo", so Casey.

Die US-Regierung listet die PKK als Terrororganisation. Der Außenamtsprecher verwies dabei auf die jüngsten Anschläge in der Türkei, bei denen Anfang der Woche drei Menschen getötet worden waren und für die eine der PKK nahe stehende kurdische Extremistenorganisation die Verantwortung übernommen hatte.

  • Datum 30.08.2006
  • Autorin/Autor Daniel Scheschkewitz
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  • Permalink http://p.dw.com/p/91fo
  • Datum 30.08.2006
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