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Aktuell Asien

USA rüsten auf Okinawa ab

Über Jahre hinweg sorgte der US-Stützpunkt auf der japanischen Insel für Ärger bei den Anwohnern wie auch in Tokio. Nun soll knapp die Hälfte der 19.000 Marines Okinawa verlassen.

Nach jahrelangem Streit haben sich Japan und die Vereinigten Staaten auf einen Abzug von 9000 US-Soldaten von einem Militärstützpunkt auf der südlichen Insel Okinawa geeinigt. Die Marineinfanteristen sollten nach Guam, Hawaii und Australien verlegt werden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung Tokios und Washingtons. Zugleich bekräftigten beide Länder, an dem geplanten Umzug des amerikanischen Stützpunkts festzuhalten.  Die USA hatten bereits vor Jahren mit der damaligen Regierung in Tokio vereinbart, den Stützpunkt bis 2014 durch einen neuen in einer weniger dicht besiedelten Inselregion an der Westküste zu ersetzen. Dorthin werden dann die auf Okinawa verbleibenden 10.000 Marines verlegt.

47.000 US-Soldaten in Japan stationiert            

Gegen den US-Luftwaffenstützpunkt Futenma hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Proteste der Bevölkerung gegeben. Während die einheimische Wirtschaft von der Truppenpräsenz in der Stadt Ginowan profitiert, klagen viele Anwohner über steigende Kriminalität, Lärmbelästigung und Unfälle. Aus Wut über die brutale Vergewaltigung einer Zwölfjährigen durch drei US-Soldaten 1995 waren damals 85.000 Menschen auf die Straße gegangen. Gegen den geplanten Umzug des Stützpunkts wiederum hatten vor allem Umweltschützer scharf protestiert.

Japan ist der engste Bündnispartner der USA in Asien. Insgesamt sind dort 47.000 amerikanische Soldaten stationiert. Wie es in der Erklärung weiter heißt, reagiert Washington mit der Neuordnung der Streitkräfte auch auf die sich ändernde Sicherheitslage in der asiatischen Region.

sti/gd (afp, dapd, dpa)

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