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Aktuell Amerika

USA: Politisches Erdbeben für Republikaner-Führung

Der Mehrheitsführer im US-Repräsentantenhaus, Cantor, hat bei den republikanischen Vorwahlen eine schwere Niederlage erlitten. Er verlor eine parteiinterne Abstimmung gegen einen bisher weitgehend unbekannten Kandidaten.

Eric Cantor verlor am Dienstag im Kreis Richmond im Bundesstaat Virginia deutlich gegen den bisher weitgehend unbekannten Kandidaten der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung, Dave Brat. Der Sender CNN sprach von einem "politischen Erdbeben".

Cantor gestand die Niederlage ein. "Es ist zwar enttäuschend, aber ich glaube an dieses Land. Ich glaube, dass hinter der nächsten Ecke für uns alle eine Chance wartet." Cantor, der in der Partei bestens vernetzt ist, galt als möglicher Nachfolger für den Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses John Boehner (im Bild hinten).

Sein erfolgreicher Widersacher ist Wirtschaftsprofessor und Politik-Neuling. Brats Erfolg aus dem Stand heraus dürfte der ideologisch stark ausgerichteten Tea-Party-Bewegung neuen Auftrieb geben, sagte CNN-Expertin Dana Bash in einer ersten Analyse. Politikprofessor Larry Sabato von der University of Virginia sprach in der Zeitung "Richmond Times-Dispatch" von einer der größten Wahl-Überraschungen in der jüngeren US-Politik.

Vorwahlsieger Brat sagte dem Fernsehsender Fox News, die Menschen in den USA seien bereit für "große Veränderungen". Er dankte Gott für seinen Überraschungserfolg. Sein Sieg sei "einfach ein unglaubliches Wunder". In den USA finden im November Kongresswahlen statt.

pg/djo (dpa, afp)