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Abkühlung der diplomatischen Beziehungen

USA: Militärschläge gegen Nordkorea sind "eine Option"

US-Außenminister Rex Tillerson hat den Druck auf Nordkorea wegen dessen Atomprogramm erhöht. Mit starken Drohungen leitet der US-Chefdiplomat eine grundsätzliche Wende in der Politik zu dem kommunistischen Regime ein.

Rex Tillerson mit nordkoreanischen Soldaten (Foto picture alliance/dpa/L. Jin-Man/AP POOL)

Trügerische Eintracht: US-Außenminister Tillerson in Panmunjom an der Grenze der beiden koreanischen Staaten. Im Hintergrund sind nordkoreanische Soldaten zu sehen

Die bisherige "Politik der strategischen Geduld" gegenüber Pjöngjang sei an ein Ende gelangt, sagte US-Außenminister Rex Tillerson nach einem Besuch in der demilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea. Nach einem Treffen mit seinem südkoreanischen Amtskollegen Yun Byung Se fügte Tillerson hinzu, alle Optionen lägen dabei auf dem Tisch – gemeint sind auch militärische Maßnahmen. Tillerson hatte schon zuvor in Japan die Bemühungen der USA in den vergangenen 20 Jahren für eine Denuklearisierung Nordkoreas als gescheitert erklärt.

Eine Bandbreite neuer Maßnahmen

Natürlich sei ein militärischer Konflikt zu vermeiden, so Tillerson gegenüber Journalisten in Seoul, "aber wenn sie ihr Atomprogramm in einer Weise ausbauen, die unserer Ansicht nach Reaktionen erfordern, dann liegt auch diese Option auf dem Tisch". Die USA loteten aber auch neue Maßnahmen auf diplomatischer, sicherheitspolitischer und wirtschaftlicher Ebene aus. Nach den jüngsten verbotenen Tests von vier ballistischen Raketen durch Nordkorea hatten die USA bereits erste Bauteile eines neuen Raketenabwehrsystems nach Südkorea gebracht.

Tillerson ist derzeit auf Asienreise, Südkorea ist nach Japan seine zweite Station. Anschließend besucht er China.

fab/uh (dpa, afpe, rtre)

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